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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Die Tracheostomaerweiterungplastik zur Behandlung stenosierter Tracheostomata

Poster Plastische Chirurgie/Tissue Engineering

  • Heidelinde Kellner - Univ.-HNO-Klinik Marburg, Marburg
  • Andreas Sesterhenn - Univ.-HNO-Klinik, Marburg
  • M. Bremke - Univ.-HNO-Klinik, Marburg
  • Jochen Werner - Univ.-HNO-Klinik, Marburg
  • corresponding author Benedikt Folz - Univ.-HNO-Klinik, Marburg

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2006;2:Doc092

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2006-2/cpo000196.shtml

Published: April 24, 2006

© 2006 Kellner et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Die Stenosierung eines Tracheostomas bei tracheotomierten oder laryngektomierten Patienten stellt eine Komplikation dar, die sich meist erst nach längerer Zeit ausbildet. Ein stenosiertes Tracheostoma kann zu Dyspnoe und Sekretverhalt sowie zu rezidivierenden Entzündungen führen. Bei laryngektomierten Patienten kommen Dysfunktionen von Stimmprothesen hinzu.

Methoden: Neun Patienten erhielten eine Tracheostomaerweiterungsplastik, 4 Patienten davon als Folge einer Stenosierung nach Langzeitbeatmung und 5 Patienten bei Stenosierung nach Laryngektomie, die jeweils mehr als 5 Jahre zurücklag. Das Tracheostoma wurde beidseits lateral inzidiert und die peristomatale Haut wurde an der Tracheainnenseite fixiert. Ein cranialer Schwenklappen erweiterte das Stoma noch zusätzlich.

Ergebnisse: Bei allen Patienten konnten die Lumina der Tracheostomata durchschnittlich um den Faktor 2 erweitert werden. Die Dyspnoe war bei allen Patienten nach dem Eingriff behoben und das Absaugen des Trachealsekretes deutlich erleichtert. Es kam bei zwei Patienten bei Z.n. Laryngektomie und Strahlentherapie zu Wundheilungsstörungen, welche unter konservativer Therapie folgenlos abheilten. Die Dysfunktion der Stimmprothesen konnte bei 4 von 5 Patienten erfolgreich behoben werden, bei einem Patienten gelang dies jedoch nicht. Eine Patientin musste zusätzlich wegen einer Tracheomalazie mit einem Nitinolstent versorgt werden.

Zusammenfassung: Die Tracheostomaerweiterungsplastik stellt ein probates Mittel zur Therapie stenosierter Tracheostomata dar. Bei onkologischen Patienten muss jedoch mit Wundheilungsstörungen in Folge der Fibrosierung durch vorangegangene Therapien gerechnet werden.