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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Prognostischer Stellenwert von Lymphknotenmetastasen beim Larynxkarzinom

Poster Onkologie

  • corresponding author Bernd Kremer - HNO-Klinik der Universität Maastricht, Niederlande, Maastricht, Niederlande
  • Jos de Jong - Klinik für Strahlentherapie der Universität Maastricht, Niederlande, Maastricht, Niederlande
  • Piet van den Ende - Klinik für Strahlentherapie der Universität Maastricht, Niederlande, Maastricht, Niederlande
  • Johannes Jan Manni - HNO-Klinik der Universität Maastricht, Niederlande, Maastricht, Niederlande

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2006;2:Doc084

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Published: April 24, 2006

© 2006 Kremer et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Untersuchungen von Tumoren im Kopf-Halsbereich zeigen, daß prognostische Daten bezüglich bestimmter Tumorlokalisationen nicht direkt auf andere Tumorlokalisationen übertragen werden können. Das gilt auch für den Einfluß des Lymphknotenstatus auf die Prognose eines Tumors. In der Literatur finden sich zwar Daten über die Prognose bei Kopf-Halskarzinomen in Abhängigkeit vom Lymphknotenstatus, spezifische Daten zum Larynxkarzinom fehlen jedoch.

Methode: Wir führten eine retrospektive Analyse der Daten von 879 Patienten durch, die wegen eines Larynxkarzinoms behandelt worden waren. Basierend auf dem klinischen Lymphknotenstatus wurden das allgemeine-, rezidivfreie-, loko-regional rezidivfreie– und Abstandsmetastasen freie Überleben statistisch analysiert. Bei 165 Patienten, die kombiniert chirurgisch und radiotherapeutisch behandelt wurden, erfolgte die Analyse auf der Basis des pathologischen Lymphknotenstatus.

Ergebnisse: Für beide Gruppen wurde eine statistisch signifikante Korrelation zwischen dem Vorhandensein von Lymphknotenmetastasen und dem Überleben gefunden. In einer Multivariatanalyse waren zusätzlich die Anzahl der Lymphknotenmetastasen und Kapseldurchbruch signifikante Faktoren, während N-Stadium und Tumorstadium keinen signifikanten Einfluß hatten.

Schlußfolgerung: Beim Larynxkarzinom ist das Vorhandensein von Lymphknotenmetastasen ein signifikanter prognostischer Faktor. Hierbei spielt die Anzahl der Metastasen und Kapseldurchbruch eine wichtigere Rolle, als das klassich verwendete N-Stadium und Tumorstadium.