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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Lithotripsie von Speichelsteinen mittels faserappliziertem Doppelpuls Nd: YAG Laser

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  • corresponding author Martin Laudien - Klinik für HNO - Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Schleswig Holstein, Kiel
  • Joachim Quetz - Klinik für HNO - Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Schleswig Holstein, Kiel

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2006;2:Doc083

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2006-2/cpo000187.shtml

Published: April 24, 2006

© 2006 Laudien et al.
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Zusammenfassung

Erkrankungen der großen Kopfspeicheldrüsen mit obstruktiver Symptomatik sind häufig und meist durch eine Sialolithiasis, seltener durch Stenosen verursacht. Die Sialendoskopie mittels semiflexibler Endoskope ist eine neue diagnostische Methode mit Therapieoption bei Abflussbehinderungen der Kopfspeicheldrüsen. Bei großen oder adhärenten Sialolithen versagt jedoch diese Methode.

Verschiedene Kontaktverfahren (Laser, pneumoblastische, elektrohydraulische) zur Zertrümmerung solcher Steine wurden in vitro und in vivo getestet. Gewebsverletzungen, unzureichende Fragmentierungen und eine lange Behandlungsdauer waren Gründe, die die klinische Anwendung verhinderten.

Grundlegende chemisch-physikalische Überlegungen lassen einen kurz gepulsten frequenzverdoppelten (1064nm sowie 532nm) Doppelpuls Nd:YAG Laser als ideales Instrument zur Fragmentierung von Calciumphosphat-Steinen erscheinen.

Sialolithen der Glandula submandibularis von 15 Patienten wurden in vitro einem solchen Laser exponiert. Die Steine hatten eine mediane Größe von 8mm (max.15mm, min.3mm), der Laser hatte 139mJ Gesamtleistung mit 33.8mJ bei 532nm oder 364mJ Gesamtleistung mit 67mJ bei 532nm. Die Sialolithen von 14 Patienten wurden mit im Median 37 (max.176, min.13) Impulsen fragmentiert. Die mediane Größe nach Behandlung betrug 4mm (max.6mm, min.2mm). Die offensichtlich weicheren Konkremente eines Patienten konnten nicht zertrümmert werden.

Die hohe Erfolgsrate bei kurzer Behandlungsdauer lassen diese Methode zur Fragmentierung von Sialolithen als sinnvoll erscheinen.

Weitere Untersuchungen zum Risiko von Gewebsverletzungen sowie zur Klärung der therapeutischen Einsatzmöglichkeiten sollen in vivo erfolgen.