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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Intrabulläre Applikation von neu entwickelten Knochenersatzmaterialien beim Meerschweinchen

Poster Mittelohr

  • corresponding author Christoph Punke - HNO-Klinik der Univ.-Rostock, Rostock
  • Torsten Zehlicke - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf und Halschirurgie, Rostock
  • Carsten Boltze - Institut für Pathologie, Rostock
  • Steffen Dommerich - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf und Halschirurgie, Rostock
  • Hans Wilhelm Pau - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf und Halschirurgie, Rostock

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2006;2:Doc052

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2006-2/cpo000156.shtml

Published: April 24, 2006

© 2006 Punke et al.
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Zusammenfassung

Eine offene Mastoidhöhle kann zu verschiedenen Problemen führen. Die Obliteration dieser stellt seit langem eine Herausforderung dar. Verschiedene Eigenmaterialien bzw. Fremdstoffen wie z.B.Hydrooxylapatit- und Trikalziumphosphatkeramik wurden zur Höhlenverkleinerung bereits verwandt. Neue, im Sol-Gel-Verfahren auf Kalziumphasphatbasis und Siliziumoxid gewonnene Materialien (Nano-Bone®) wurden bereits klinisch zur Knochenregeneration eingesetzt. Der Vorteil dieser neuen Materialien liegt – wie tierexperimentell nachgewiesen – in einer sehr guten Osteokonduktivität bei verbessertem Resorptionsverhalten. Andere Materialien wie z.B. Bio-Oss®, ein hoch poröses natürliches Knochenmineral, wiesen ähnliche positive Eigenschaften auf. Es gilt zu prüfen, ob die angegebenen Vorteile dieser neuen Materialien auch in der Mastoidchirurgie nutzbar sein könnten und somit die Diskussion um eine Höhlenobliteration neu beleben könnten. Am Tiermodel sollte geprüft werden, wie die neu entwickelten Materialien durch Ihre Porenstruktur die Ablagerung von körpereigenen Eiweißen und damit die Osteoneogenese beeinflussen. Dazu wurde an 30 narkotisierten Meerschweinchen die Bulla eröffnet und nach Entepithelisierung die eine Seite mit Nano-Bone® und die Gegenseite mit Bio-Oss® aufgefüllt. Die Entnahme der Bulla erfolgte jeweils an 5 Tieren nach einer, zwei, drei, vier, fünf und zwölf Wochen. In der histologischen Aufarbeitung wurde die Osteoblasten/klastentätigkeit bzw. die Osteoneogenese der verschiedenen Gruppen verglichen. Im Bereich der Narbe und der Bulla wurde das Gewebe auf Entzündungsreaktionen untersucht. Die Ergebnisse zeigen ermutigende Eigenschaften der neuen Materialien, so dass ihr Einsatz in der Ohrchirurgie durchaus sinnvoll erscheint.