gms | German Medical Science

GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Chromosomale Reparaturkapazität in humanen Mukosazellen bei Kopf-Hals-Karzinomen

Poster

  • corresponding author Maximilian Reiter - Klinikum Großhadern, München
  • Christoph Matthias - Klinikum Großhadern, München
  • Agnieszka Sawicka - Klinikum Großhadern, München
  • Alexander Berghaus - Klinikum Großhadern, München
  • Ulrich Harréus - Klinikum Großhadern, München

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2006;2:Doc049

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2006-2/cpo000153.shtml

Published: April 24, 2006

© 2006 Reiter et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Zusammenfassung

Hintergrund: Zusätzlich zu exogenen Risikofaktoren, basiert die Krebsentstehung im Oropharynx auf individueller Mutagensensitivität und Reparaturverhalten am genetischen

Material: Mutationen an der DNA sind dabei nicht gleichmäßig über die gesamte DNA verteilt, sondern bevorzugt auf speziellen Chromosomen bzw. Genen lokalisiert. Gegenstand der vorliegenden Studie war die Evaluierung des Reparaturverhaltens an den Chromosomen 3,5,8 und 11, die entscheidend an der Karzinogenese im Oropharynx beteiligt sind.Methoden:Aus makroskopisch gesunder Schleimhaut von 22 tumorfreien und 15 Tumorpatienten wurden Miniorgankulturen angelegt. Diese wurden mit H2O2 inkubiert und ihnen im Anschluss 24h die Möglichkeit zur DNA-Reparatur gegeben. DNA-Schäden wurden sowohl vor, als auch nach der Reparaturphase quantifiziert. Dazu erfolgte eine elektrophoretische Auftrennung der DNA mit anschließender Fluoreszenzfärbung und digitaler Bildverarbeitung. Die untersuchten Chromosomen wurden mit spezifischen Sonden markiert, um sie getrennt von der Gesamt-DNA bewerten zu können (Comet FISH).

Ergebnisse: Patienten mit und ohne oropharyngealer Karzinomerkrankung wiesen ein ähnliches DNA-Schädigungsverhalten vor Eintritt in die Reparaturphase auf. Im Anschluss an die DNA-Reparatur konnten für alle untersuchten Chromosomen eine tendentiell höhere Fragmentierung innerhalb der Tumorgruppe beobachtet werden. Für die Gesamt-DNA konnten dagegen nach 24 Stunden keine Unterschiede aufgezeigt werden.

Zusammenfassung: Patienten, die bereits ein Oropharynxkarzinom aufwiesen, zeigten ein defizitäres Reparaturverhalten an der DNA der 4 beobachteten Chromosomen. Es konnten damit Hinweise auf lokale Unterschiede im DNA-Reparaturverhalten wichtiger chromosomaler Strukturen erbracht werden.