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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Der Stellenwert des CO2-Lasers in der Behandlung von Lymphangiomen der Mundhöhle

Poster Onkologie

  • Sylvia Rudolph - Univ.-HNO-Klinik Marburg, Marburg
  • Behfar Eivazi - Univ.-HNO-Klinik, Marburg
  • Andreas Sesterhenn - Univ.-HNO-Klinik, Marburg
  • Jochen Werner - Univ.-HNO-Klinik, Marburg
  • corresponding author Benedikt Folz - Univ.-HNO-Klinik, Marburg

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2006;2:Doc044

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2006-2/cpo000148.shtml

Published: April 24, 2006

© 2006 Rudolph et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Lymphangiomen der Mundhöhle können zu rezidivierenden Blutungen führen. Methoden: Es wurden die Erfahrungen zur CO2-Laserbehandlung von blutenden Lymphangiomen der Mundschleimhaut an einem Kollektiv von 13 Patienten evaluiert. Die Krankenblätter der Patienten wurden hinsichtlich Alter, Geschlecht, Operationstechnik, Verlauf, Komplikationen und Behandlungsergebnis untersucht.

Ergebnisse: Es handelte sich um 9 männliche und 4 weibliche Patienten. Das mittlere Alter betrug bei Erstvorstellung 6 Jahre (1.Lebenstag bis 25. Lebensjahr). Die Lymphangiome involvierten in allen Fällen die Mundhöhle, zum Teil mit Ausdehung in die Gesichtsweichteile, sowie nach cervikal, laryngeal und in die grossen Kopfspeicheldrüsen. Insgesamt wurden bei 13 Patienten 17 CO2-laserchirurgische Eingriffe im Bereich der Mundhöhle vorgenommen. In allen Fällen war es zu rezidivierenden Blutungen aus dem Bereich des Zungengrundes, der Zungenspitze und des Mundbodens gekommen. Mit dem CO2-Laser wurden die blutenden Vesikel der Gefässmalformationen bis zum Epithelniveau in abladierender Technik abgetragen. In 12/13 Fällen konnte ein Sistieren der rezidivierenden Blutungen erreicht werden. Lediglich in drei Fällen kam es zu Komplikationen, zweimalig zu einer spontan sistierenden Nachblutung, in einem Fall zu einer lokalisierten ödematösen Schwellung der Mundhöhlenschleimhaut. Alle Komplikationen konnten mit konservativen Maßnahmen beherrscht werden.

Schlussfolgerung: Durch die Laserablation blutender Gefäßvesikel kann in bestimmten Fällen eine Zungenteilresektion vermieden werden, die Blutungen hingegen können suffizient beherrscht werden. Das Verfahren kann bei Bedarf wiederholt werden, was in Betracht der hohen Rezidivrate der Lymphangiome von Interesse sein kann.