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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Intratumorale Akkumulation von CD4+CD25+CTLA-4+ Treg in Plattenepithel-Karzinomen der Kopf-Hals-Region

Poster

  • corresponding author Carsten Schaefer - Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, Mannheim
  • Andreas Albers - Universitäts-HNO-Klinik Lübeck, Lübeck
  • Karl Götte - Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, Mannheim
  • Theresa L. Whiteside - University of Pittsburgh Cancer Institute, Pittsburgh-PA, USA
  • Karl Hörmann - Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, Mannheim

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2006;2:Doc040

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2006-2/cpo000144.shtml

Published: April 24, 2006

© 2006 Schaefer et al.
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Zusammenfassung

Regulatorische T-Lymphozyten (Treg) vermitteln in gesunden Individuen periphere Toleranzmechanismen, indem sie autoreaktive T-Zellen supprimieren und somit z. B. Auto-Immunerkrankungen verhindern.

Das Versagen des Immunsystems Tumorzellen, die Tumor-assoziierte-Antigene (TAA) präsentieren, durch TAA-spezifische Effektor-Zellen, welche bei Malignom-Patienten nachweisbar sind, zu eliminieren, wird u. a. ebenfalls auf die Existenz solcher CD4+CD25+ Treg zurückgeführt. In früheren Studien konnten wir bereits bei Patienten mit Kopf-Hals-Karzinomen (SCCHN) einen expandierten Pool an peripher zirkulierenden Treg beschreiben.

Ziel der vorliegenden Untersuchung war es die lokale Präsenz von Treg in primären Kopf-Hals-Karzinomgeweben mittels Immunhistochemie, bzw. Immunfluoreszenz zu untersuchen. Somit sollte die Hypothese geprüft werden, ob CD4+CD25+CTLA-4+ Treg in Tumorgewebe akkumulieren. Weiteres Interesse galt den Zytokinen I-309/CCL1 und MDC/CCL22, die stark chemotaktisch auf Treg wirken und somit deren lokale Verteilung beeinflussen können.

Tatsächlich lassen unsere Ergebnisse auf eine deutliche Akkumulation von CD4+CD25+CTLA-4+ Treg in der unmittelbaren Tumorumgebung von SCCHN schließen. Desweiteren zeigen SCCHN-Patienten gegenüber Kontrollen signifikant erhöhte Serumwerte der Chemotaxine I-309/CCL1 und MDC/CCL22, sowie eine starke Expression dieser Zytokine direkt innerhalb des Tumors. Daraus schlussfolgern wir, dass Tumorzellen durch die Sekretion der Zytokine I-309/CCL1 und MDC/CCL22 regulatorische T-Zellen zur Tumorinvasion anregen, wo diese lokal die körpereigene Anti-Tumor-Antwort durch TAA-spezifische Effektor-Zellen hemmen. Den Tumoren kommt somit eine aktive Rolle in der Alteration der körpereigenen Immunabwehr gegen Krebszellen zu.