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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Organische Dysphagie bei degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule

Poster Phoniatrie

  • corresponding author Till Seidler - Phoniatrie, HNO Uni Regensburg, Regensburg
  • José Carmelo Pèrez-Àlvarez - Phoniatrie, HNO Uni Regensburg, Regensburg
  • Norbert Kleinsasser - Univ.HNO-Klinik, Würzburg
  • Tamás Hacki - Phoniatrie Uni Regensburg, Regensburg

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2006;2:Doc034

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2006-2/cpo000138.shtml

Published: April 24, 2006

© 2006 Seidler et al.
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Zusammenfassung

Zu den selteneren Ursachen einer Dysphagie gehören degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule (HWS). Eine eingeschränkte Beweglichkeit von Hals und Schultergürtel sowie schmerzhafter Hartspann der Nackenmuskulatur sind mögliche Begleitsymptome.

In unserer Dysphagiesprechstunde werden Patienten einer videoendoskopisch kontrollierten Mehrfarben-Schluckdiagnostik, einer Ultraschalluntersuchung der Halsweichteile, einer Röntgenuntersuchung von Thorax und HWS und fakultativ einer Videofluoroskopie zugeführt.

Innerhalb dieses Routineprogramms wurden 6 Patienten mit solchen für den Schluckvorgang relevanten Veränderungen der HWS gefunden. Insbesondere Verkalkungen des vorderen Längsbandes und Spondylophytenbildungen waren bedeutend. Zunehmende Dysphagie und in einem Falle Heiserkeit aufgrund mechanischer Behinderung der Kehlkopfmotilität veranlassten bei zwei der untersuchten Patienten eine chirurgische Entfernung der Spondylophyten. Postoperativ zeigte sich eine eindeutige Verminderung der Schluckbeschwerden.

Degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule sollten in der Abklärung einer Dysphagie nicht nur beim Fehlen sonstiger Ursachen differentialdiagnostisch bedacht werden. Die einfach durchzuführende Übersichtsaufnahme der Halswirbelsäule hat sich als ein wertvolles Instrumentarium für Screening-Untersuchungen erwiesen. In geeigneten Fällen kann evtl. frühzeitig eine operative Behandlung Linderung verschaffen.