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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Retropharyngeales Lipom als Differentialdiagnose von Schluckstörungen

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GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2006;2:Doc027

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2006-2/cpo000131.shtml

Published: April 24, 2006

© 2006 Stebel et al.
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Zusammenfassung

Retropharyngeale Raumforderungen stellen große diagnostische und therapeutische Anforderungen an den behandelnden Arzt. Sie fallen entweder als Zufallsbefund bei der HNO-ärztlichen Untersuchung auf, oder der Patient konsultiert den Arzt aufgrund von Dyspnoe, Dysphagie, Stimmveränderungen oder Nackenschmerzen.

Ein 53jähriger Mann klagte seit ca. 2 Monaten über progrediente Schluckbeschwerden. Klinisch fand sich eine weiche, gut verschiebliche Schwellung unter dem M. sternocleidomastoideus links, im Spiegelbefund zeigte sich eine Vorwölbung der Pharynxhinterwand und linken Pharynxseitenwand.

Das MRT zeigte ein ausgedehntes Lipom, welches retropharyngeal nach kaudal bis ins obere Mediastinum und kranial bis zur Tonsille links reichte. Der Befund wurde über eine collare Mediastinotomie exstirpiert. Das Gewicht des Lipoms betrug

212 g. Er blieb weiter in Betreuung in unserer Tumordispensairesprechstunde. Im Dezember 2003 klagte der Patient erneut über Schluckbeschwerden. Im MRT zeigte sich ein Rezidiv des Lipoms. Der Tumor wurde nochmals über eine kollare Mediastinotomie exstirpiert. Der Patient wurde am 8. postoperativen Tag entlassen und ist seither beschwerdefrei. Zusammenfassend ist zu sagen, dass man bei Patienten mit unklaren Schluckbeschwerden auch immer an ein retropharyngeales Lipom als seltene, aber mögliche Differentialdiagnose denken sollte.