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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Gastro-Ösophagealer Reflux erreicht das Mittelohr im Tiermodell des Mongolischen Gerbils

Poster Mittelohr

  • corresponding author Holger Sudhoff - HNO-Uni-Klinik Bochum, Bochum
  • Roland Bücker - Physiologie, Bochum
  • Sara Shagdarsuren - Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Bochum
  • Anjona Schmidt-Choudhury - Kinderklinik, Bochum
  • Sören Schreiber - Physiologie, Bochum

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2006;2:Doc021

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2006-2/cpo000125.shtml

Published: April 24, 2006

© 2006 Sudhoff et al.
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Zusammenfassung

Das Ziel der Studie war die Auslösung von gastro-ösophagealem Reflux (GER) und die Verfolgung seines möglichen Weges bis in das Mittelohr im Tiermodell des Mongolischen Gerbils. Einleitung: Der Paukenerguss ist die häufigste Erkrankung des Mittelohrs im Kindesalter. GER könnte ein möglicher Faktor in der Pathogenese sein. Methoden: Fünfzehn Mongolische Gerbils (Meriones unguiculatus) wurden in drei Gruppen unterteilt, die Kontrollgruppe (PBS-Applikation am unteren ösophagealen Sphinkter) und zwei Experimentalgruppen (Aquo-Trinitrosan™-Applikation am unteren ösophagealen Sphinkter niedriger gastraler Druck - und Aquo-Trinitrosan™-Applikation - hoher gastraler Druck -). Alle Tiere wurden narkotisiert und es wurde ein Manometer mikrochirurgisch mit dem Magenlumen verbunden. In das Magenlumen wurde Farbstoff injiziert. Ergebnisse: Durch Relaxation des unteren ösophagealen Sphinkters konnte bei allen Tieren der Experimental¬gruppe Reflux induziert werden. Der gefärbte Mageninhalt erreichte bei allen Tieren mit hohem gastralen Druck die Tuba eustachii und auf diesem Weg in neun von zehn Fällen beide Mittelohren. Schlussfolgerungen: Unser Tiermodell zeigt, dass GER das Mittelohr erreichen kann, was Reflux zu einen möglichen Faktor in der Pathogenese des Paukenergusses macht.

Unterstützt durch FoRUM F401-2003.