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Deutschland, Land der Ideen

Aktuelles

9. April 2009
Open Access und Urheberrecht: Kein Eingriff in die Publikationsfreiheit

Im Namen eines der GMS-Partner, der ZB MED, die als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft in der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen aktiv ist, möchten wir Ihre Aufmerksamkeit auf eine aktuelle Erklärung der Allianz lenken. Sie enthält eine detaillierte Stellungnahme zu den Vorwürfen, die in Form einer Erklärung "Für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte", auch als "Heidelberger Appell" bezeichnet, kürzlich von zahlreichen Verlegern und Autoren veröffentlicht wurden. Dieser "Appell" ist aus einer Debatte in den deutschen Medien hervorgegangen, die hier zusammengefasst ist. Insbesondere die Behauptung, die Allianz und damit auch die ZB MED würden die Freiheit zur Veröffentlichung in grundgesetzwidriger Weise beschneiden, ist eine inakzeptable Unterstellung. Wir verfolgen im Gegenteil das Ziel, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der bestmöglichen Informationsinfrastruktur auszustatten, die sie für ihre Forschung brauchen.

Im Fall von German Medical Science behalten unsere Autoren das volle Urheberrecht an ihren Publikationen, indem diese unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht werden. Darüber hinaus kann sich durch die freie Zugänglichkeit der Impact ihrer Arbeit erhöhen, wie in Studien nachgewiesen wurde (u.a. http://dx.doi.org/10.1002/asi.20898, http://dx.doi.org/10.1371/journal.pbio.0040157).

Im Gegensatz zu den Unterzeichnern des "Heidelberger Appells" sind wir überzeugt davon, dass German Medical Science als gemeinsames Open-Access-Project von AWMF, DIMDI und ZB MED ein bemerkenswertes Beispiel für eine faire und effiziente Kooperation zwischen der wissenschaftlichen Community und den Infrastruktureinrichtungen für die Wissenschaft ist.