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Jahrestagung der Sächsischen Augenärztlichen Gesellschaft

Sächsische Augenärztliche Gesellschaft

25. - 26.11.2011, Dresden

Pars plana Vitrekomie in Tropfanästhesie – geht das?

Meeting Abstract

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  • J. C. Schmidt - Duisburg; Marburg

Sächsische Augenärztliche Gesellschaft. Jahrestagung 2011 der Sächsischen Augenärztlichen Gesellschaft. Dresden, 25.-26.11.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11sag48

DOI: 10.3205/11sag48, URN: urn:nbn:de:0183-11sag489

Veröffentlicht: 25. November 2011

© 2011 Schmidt.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Das operative Trauma bei der Trokar geführten 23 G Pars-plana Vitrektomie ist minimal, so dass sich hier die Frage stellt ob kurze operative Eingriffe nicht auch in einer Tropfanästhesie vorgenommen werden können.

Methode: In letzten 6 Monaten stellten sich 21 Patienten mit komplexer internistischer Ausgangslage zur Vitrektomie vor. Von anästhesiologischer Seite wurde bei diesen Patienten von einer normalen Anästhesie für eine indizierte ppV abgeraten. Bei 19 dieser Patienten mit einfachen GK Blutungen/Trübungen, Rindenreste, sowie Gliosen führten wir in lokaler Betäubung durch Tropfanästhesie mit einem 23-G Trokar geführten Vitrektomiesystem den GK-chirurgischen Eingriff durch.

Ergebnisse: Bei allen Patienten konnte durch eine 10 minütige präoperative mehrfache Applikation von lokalem Anästhetikum eine, für das Inserieren der Trokare, gute Betäubung erreicht werden. Das anschließende Ausräumen des trüben/eingebluteten Glaskörpers konnte komplikationslos durchgeführt werden, wobei bei noch adhärentem hinteren GK nach Anfärben mit Triamcinolon eine hintere GK-Abhebung erfolgte. Bei 2 Patienten mit epiretinaler Gliose machte sich eine gewisse Bulbusmotilität bemerkbar. 2 von 3 Patienten, die einzelne periphere Kryoherde bei NH-Foramen erforderten, klagten über temporären Schmerz. Während der 5–10 Minutigen Op-Zeit war lediglich bei 2 Patienten die systemische Gabe eines Analgetikas erforderlich. 3 Patienten wurden unter Marcumarisierung ohne intra-und postoperative Nachblutung operiert.

Zusammenfassung: Wie unsere Ergebnisse zeigen, stellt sich die Frage, ob die Minimalisierung des operativen Eingriffes, durch Trokar geführte Vitrektomiesysteme immer noch invasive Anesthäsieverfahren erfordert. Bei sehr kurzen und wenig traumatisierenden Vitrektomien kann bei kooperativen Patienten die Tropfanästhesie in Zukunft eine Alternative darstellen.