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Jahrestagung der Sächsischen Augenärztlichen Gesellschaft

Sächsische Augenärztliche Gesellschaft

25. - 26.11.2011, Dresden

Stimulationstherapie bei Amblyopie – was ist sinnvoll?

Meeting Abstract

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  • Viktoria Bau - Dresden
  • K. Rose - Dresden
  • K. Pollack - Dresden
  • L. E. Pillunat - Dresden

Sächsische Augenärztliche Gesellschaft. Jahrestagung 2011 der Sächsischen Augenärztlichen Gesellschaft. Dresden, 25.-26.11.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11sag24

DOI: 10.3205/11sag24, URN: urn:nbn:de:0183-11sag241

Veröffentlicht: 25. November 2011

© 2011 Bau et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Die Vorstudien von Kämpf et al., 2001 und 2008 publiziert, erbrachten Hinweise, aber keine klare Evidenz der Wirksamkeit der Stimulationsbehandlung mit seitlich driftenden Sinusgittern bei Amblyopie. Ziel der vorliegenden Studie war die erstmalige Untersuchung dieser Methode bei neu entdeckter Amblyopie.

Methoden: Prospektive, randomisierte, einfach-verblindete, placebo-kontrollierte Studie an n=15 Probanden mit neu entdeckter Amblyopie durch Ansiometropie, Strabismus oder beides, keinerlei Vorbehandlung. Alter zwischen 4 und 10 Jahren, im Mittel 6,3 J. (±2,01 J.). Randomisierung nach refraktiver Adaptation (Vollkorrektur des Refraktionsfehlers). Stimulationsbehandlung an 5d/Woche über 4 Wochen, jeweils 2x20 min, driftende Sinusgitter plus Computerspiele zur Aufmerksamkeitsbindung. Kontrollgruppe: nur Computerspiele mit neutralem Hintergrund, identische Zeiten. Okklusion nur zu den Stimulationszeiten.

Ergebnisse: Stimulations- und Kontrollgruppe unterschieden sich hinsichtlich Ausgangsvisus des amblyopen Auges, Alter, Geschlecht, Ursache der Amblyopie, Zeit des Brilletragens nicht. Es konnte kein signifikanter Unterschied in der Visusentwicklung zwischen beiden Gruppen nachgewiesen werden.

Schlussfolgerungen: Die Stimulationsbehandlung mit driftenden Sinusgittern, kombiniert mit kurzen Okklusionszeiten, ist in der Anfangsphase der Amblyopiebehandlung nicht geeignet, den Visus schneller anzuheben. Ob im Verlauf der Okklusionsbehandlung, insbesondere bei Sistieren des Visus unter Okklusion, eine unterstützende Wirksamkeit der Stimulationsbehandlung besteht, kann aus der vorliegenden Studie nicht abgelesen werden.