gms | German Medical Science

Jahrestagung der Sächsischen Augenärztlichen Gesellschaft

Sächsische Augenärztliche Gesellschaft

25. - 26.11.2011, Dresden

Okuläre Hypertension und Primär-chronisches Offenwinkelglaukom: Faktoren zur Grenzbestimmung

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • Christian Foja - Leipzig

Sächsische Augenärztliche Gesellschaft. Jahrestagung 2011 der Sächsischen Augenärztlichen Gesellschaft. Dresden, 25.-26.11.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11sag08

DOI: 10.3205/11sag08, URN: urn:nbn:de:0183-11sag082

Veröffentlicht: 25. November 2011

© 2011 Foja.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Die moderne Definition eines Primär-chronischen Offenwinkelglaukoms (POWG) erfordert, eine ganze Reihe von diagnostischen Kriterien zu erfüllen, die über die Bestimmung eines als erhöht geltenden Intraokulardrucks (IOD) hinausgehen. Die Okuläre Hypertension (OHT) nimmt dadurch eher den Charakter einer Ausschlussdiagnose an.

Methode/Ergebnisse: Anhand gültiger Leitlinien und Literaturergebnisse wird in diesem Beitrag versucht, die Abgrenzung des POWG von einer OHT zu veranschaulichen und überblickshaft die Zuordnung von Befunden und die sie begleitenden Risikofaktoren im Alltag zu den jeweiligen Krankheitsbildern zu erleichtern, aus dem Verlauf auch den Übergang der OHT in ein POWG zu erkennen und adäquate Therapieentscheidungen zu treffen. Die Ocular-Hypertensive-Treatment-Study (OHTS) hat gezeigt, dass die Konversionsrate der OHT in ein POWG immerhin bei 10% in 5 Jahren liegt.

Schlussfolgerung: Um das Risiko der OHT im Verlauf einschätzen zu können, ist eine genaue Kenntnis der definierenden Kriterien eines POWGs zur Beurteilung des klinischen Ausgangsbefunds und des morphologisch-funktionellen Verlaufsbildes sowie der hierzu vorliegenden Studienergebnisse erforderlich. Hieraus sind Rückschlüsse möglich, in welcher Konstellation eine OHT behandelt werden sollte.