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173. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

04.02. - 05.02.2011, Münster

Die Flimmerfusionsfrequenz in der ophthalmologischen Diagnostik

Meeting Abstract

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  • H. Baatz - Recklinghausen
  • P. Raak - Recklinghausen
  • D. De Ortueta - Recklinghausen
  • G. Scharioth - Recklinghausen

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte. 173. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte. Münster, 04.-05.02.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11rwa77

DOI: 10.3205/11rwa77, URN: urn:nbn:de:0183-11rwa777

Veröffentlicht: 2. Februar 2011

© 2011 Baatz et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Die Flimmerfusionsfrequenz kann als neurophysiologischer Parameter Hinweise auf eine Störung der visuellen Reizweiterleitung liefern.

Methoden: Ein handgehaltenes Gerät bietet die Möglichkeit einer schnellen Messung der Flimmerfusionsfrequenz. Dem Patienten wird jeweils monokular im Abstand von 40cm eine blinkende Lichtquelle dargeboten, deren Frequenz vom Untersucher variiert werden kann.

Ergebnisse: Die Messung der Flimmerfusionsfrequenz kann ohne großen zeitlichen und gerätetechnischen Aufwand Störungen der Reizweiterleitung aufdecken. Bei sonst unauffälligem Befund sollte eine einseitig reduzierte Flimmerfusionsfrequenz immer Anlass für weitere elektrophysiologische und ggf. bildgebende Untersuchungen sein. So kann zum Beispiel bei Retrobulbärneuritis die Flimmerfusionsfrequenz sogar bereits deutlich reduziert sein bevor der Visus abfällt. Im Gegensatz dazu liegt die Flimmerfusionsfrequenz bei einer Amblyopie meist im Normbereich.

Schlussfolgerungen: Die Bestimmung der Flimmerfusionsfrequenz ist eine schnelle, leicht erlenbare, delegierbare und kostengünstige Untersuchung. Sie kann diagnostisch wertvolle Hinweise liefern.