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172. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

29.01. - 30.01.2010, Bonn

Licht-adjustierbare Linse – 6-Monatsergebnisse bei hyperopen Augen nach Kataraktchirurgie

Meeting Abstract

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  • F. H. Hengerer - Universitäts-Augenklinik, Bochum
  • H. B. Dick - Universitäts-Augenklinik, Bochum

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte. 172. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte. Bonn, 29.-30.01.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10rwa54

doi: 10.3205/10rwa54, urn:nbn:de:0183-10rwa544

Veröffentlicht: 10. März 2010

© 2010 Hengerer et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Ziel dieser Untersuchung waren die funktionellen Halbjahresergebnisse nach Implantation einer Licht-adjustierbaren IOL bei Patienten mit axialer Hyperopie.

Methode: Bei 15 Augen von 15 Patienten mit einer Achsenlänge < 22,0 mm mit Katarakt wurde eine Kataraktoperation mit anschließender Implantation einer Licht-adjustierbaren Linse durchgeführt. Die Adjustierung der residualen Brechwertfehler (Sphäre und Zylinder) erfolgte individuell nach postoperativer Stabilisation der Refraktion. Nach Erreichen der Zielrefraktion erfolgte das Lock-in zur dauerhaften Fixation der IOL. Präoperativ, vor den Adjustierungen, 2 Wochen, 4 Wochen, 3 Monate und 6 Monate nach dem Lock-in erfolgte eine vollständige ophthalmologische Untersuchung.

Ergebnisse: Die Kataraktoperationen verliefen ohne Komplikationen. Präoperativ betrug die Refraktion (sphärisches Äquivalent, SÄ) +2,29 dpt (SD 2,39). Vor der Adjustierung betrug das SÄ +1,01 dpt. (SD 0,59), 1 Monat nach lock-in SE 0,03 dpt. (SD 0,44), nach 3 Monaten 0,12 dpt (SD 0,54) und nach 6 Monaten –0,10 (SD 0,52). Der Astigmatismus betrug präoperativ im Mittelwert –0,98 (SD 0,65). Der unkorrigierte Visus stieg von präoperativ 8 (SD 4,39) [8 = dez. 0,125] auf postoperativ vor der Adjustierung auf 14 (SD 1,20) [14 = dez. 0,5] an. 6 Monate nach Lock-in betrug der unkorrigierte Visus 15 (SD 1,07) [15 = dez. 0,63].

Schlussfolgerung: Mit der Licht-adjustierbaren Linse lassen sich gerade bei Augen mit sehr kurzen Achsenlängen mit teilweise schwer vorhersagbaren postoperativen Refraktionsergebnissen die verbliebenen Brechwertfehler individuell sehr präzise und stabil korrigieren.