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25. Jahrestagung der Deutschen Retinologischen Gesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Retinologie

01.06. - 02.06.2012, Münster

Therapieadhärenz bei Ranibizumab-Therapie bei Patienten mit exsudativer altersabhängiger Makuladegeneration im klinischen Alltag

Kongressabstract

  • Katharina Dröge - Universitäts-Augenklinik Köln
  • P.S. Müther - Universitäts-Augenklinik Köln
  • M.M. Hermann - Universitäts-Augenklinik Köln
  • A. Caramoy - Universitäts-Augenklinik Köln
  • U. Viebahn - Universitäts-Augenklinik Köln
  • B. Kirchhof - Universitäts-Augenklinik Köln
  • S. Fauser - Universitäts-Augenklinik Köln

Retinologische Gesellschaft. 25. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft. Münster, 01.-02.06.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12rg53

DOI: 10.3205/12rg53, URN: urn:nbn:de:0183-12rg536

Dieses ist die Originalversion des Artikels.
Die übersetzte Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/meetings/rg2012/12rg53.shtml

Veröffentlicht: 30. Mai 2012

© 2012 Dröge et al.
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Gliederung

Text

Ziel: Identifizieren von Problemen und die Therapieadhärenz beeinflussenden Faktoren von AMD-Patienten bei der Durchführung der Ranibizumab Therapie unter klinischen Bedingungen.

Methoden: Querschnittsstudie von 96 Patienten während laufender Ranibizumab-Therapie nach pro re nata bei exsudativer AMD. Erfassen des Visus mittels ETDRS-Standard, Durchführung von hochauflösender optischer Kohärenztomografie und Spaltlampenuntersuchung bei Kontrollvisisten. Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung möglicher Schwierigkeiten unter Anti-VEGF-Behandlung. Beobachtung der Therapieadhärenz durch Erstellen einer Überlebenskurve nach Kaplan-Meier.

Ergebnisse: Zweiundvierzig Männer und 54 Frauen wurden eingeschlossen. Die durchschnittliche Beobachtungszeit betrug 604 (63–1008) Tage. Im Mittel kamen die Patienten 19 (3–30) Mal zu den monatlichen Injektions- oder Kontrollvisiten und erhielten durchschnittlich 10,3 (3–23) Injektionen. Neunzehn von 96 eingeschlossenen Patienten verließen die Studie aus folgenden Gründen: zwei Patienten starben, drei Patienten erkrankten schwer, fünf ließen sich durch einen anderen Augenarzt weiterbehandeln und bei zwei Patienten war keine Therapie mehr notwendig aufgrund einer Fibroseentwicklung. Sieben Patienten brachen die Behandlung aufgrund fehlender Motivation ab. Insgesamt konnte eine hohe Kontinuitätsrate festgestellt werden: 77 von 96 Patienten folgten der Therapie unabhängig vom Aufwand oder der Visusentwicklung.

Schlussfolgerung: Trotz Schwierigkeiten der Ranibizumabtherapie wie zum Beispiel häufige Visiten, weite Distanz zum Krankenhaus, wenig subjektiver Benefit, konnte insgesamt eine hohe Therapieadhärenz festgestellt werden.