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25. Jahrestagung der Deutschen Retinologischen Gesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Retinologie

01.06. - 02.06.2012, Münster

Malignes Melanom der Uvea und Glaskörperaussaat

Kongressabstract

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  • Claudia Metz - Universitäts-Augenklinik Essen
  • N. Bornfeld - Universitäts-Augenklinik Essen
  • F. Otterbach - Institut für Pathologie und Neuropathologie, Universitätklinikum Essen
  • M. Gök - Universitäts-Augenklinik Essen

Retinologische Gesellschaft. 25. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft. Münster, 01.-02.06.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12rg23

doi: 10.3205/12rg23, urn:nbn:de:0183-12rg230

Dieses ist die Originalversion des Artikels.
Die übersetzte Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/meetings/rg2012/12rg23.shtml

Veröffentlicht: 30. Mai 2012

© 2012 Metz et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Wir analysierten 12 Fälle einer vermuteten Glaskörperaussaat und verglichen klinische und histopathologische Aspekte.

Methoden: 12 Fälle mit vermuteter Glaskörperaussaat bei Uvea Melanom (Vitrektomie durchgeführt zwischen 2000 und 2011) nach erfolgter Brachytherapie oder vor Therapie wurden retrospektiv analysiert.

Ergebnisse: Eine Pars-Plana-Vitrektomie wurde in 12 Fällen aufgrund einer vermuteten Glaskörperaussaat durchgeführt. In neun von zwölf Fällen entwickelte sich der suspekte Glaskörperbefund nach erfolgter Brachytherapie, so dass eine Glaskörperbiopsie notwendig wurde. In einem Fall erfolgte vorab eine Protonenbestrahlung und zwei Patienten waren zum Zeitpunkt der Vitrektomie noch nicht aufgrund des Uvea Melanoms behandelt worden. Melanophagen, ohne Anhalt für vitale Tumorzellen, wurden in sieben Fällen nachgewiesen. In drei Fällen wurden vitale Tumorzellen im Glaskörper nachgewiesen und in zwei Glaskörperproben zeigten sich sowohl Melanophagen als auch vitale Tumorzellen.

Schlussfolgerungen: Im Fall vermuteter Glaskörperaussaat ist eine Glaskörperbiopsie essentiell, um eine mögliche Tumorzellmanifestation nachzuweisen und diese dann – falls vorhanden – adäquat behandeln zu können.