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25. Jahrestagung der Deutschen Retinologischen Gesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Retinologie

01.06. - 02.06.2012, Münster

Intraarterielle Chemotherapie des Retinoblastoms

Kongressabstract

  • Gregor D. Willerding - Augenklinik der Charité CBF Berlin
  • E. Foert - DRK Kliniken Mitte, Berlin
  • N. Lakotka - Augenklinik der Charité CBF Berlin
  • A.M. Joussen - Augenklinik der Charité CBF Berlin

Retinologische Gesellschaft. 25. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft. Münster, 01.-02.06.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12rg21

doi: 10.3205/12rg21, urn:nbn:de:0183-12rg214

Dieses ist die Originalversion des Artikels.
Die übersetzte Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/meetings/rg2012/12rg21.shtml

Veröffentlicht: 30. Mai 2012

© 2012 Willerding et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Die intraarterielle Chemotherapie (IAC) des Retinoblastoms hat in den letzten Jahren eine gewisse Popularität erlangt. Bezüglich der Indikationsstellungen bestehen in den verschiedenen Zentren deutliche Unterschiede. Eine zunehmende Anzahl von Fallserien gibt Hinweise auf Erfolg und Komplikationen dieser Therapieform. Vergleichsstudien mit etablierten Therapien sind nicht verfügbar.

Methoden: Retrospektive Fallserie. 5 konsekutive Patienten mit einem Follow-up von >6 Monaten nach Abschluss der IAC.

Ergebnisse: Alle Fälle (4 unilateral, 1 bilateral) wiesen eine Gruppe D Klassifikation nach ICRB auf. Die IAC war in allen Fällen Primärtherapie. Ein Bulbuserhalt wurde in 4 Fällen erreicht. Additive Therapien umfassten Kryotherapie (5 Fälle), Lasertherapie (3 Fälle), Brachytherapie (3 Fälle). Hauptkomplikation war eine toxisch/ischämische Retinochoroidopathie in 1 Fall.

Schlussfolgerung: Die IAC wurde als Alternative zur Enukleation in der Mehrheit der Fälle erfolgreich eingesetzt.