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24. Jahrestagung der Deutschen Retinologischen Gesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Retinologie

17.06. - 18.06.2011, Aachen

Intraoperative OCT (iOCT) für den hinteren Augenabschnitt

Kongressabstract

  • Maya Müller - Universitäts-Augenklinik Schleswig-Holstein, Lübeck
  • P. Steven - Universitäts-Augenklinik Schleswig-Holstein, Lübeck
  • E. Lankenau - Institut für Biomedizinische Optik, Universität Lübeck; OPTOMEDICAL TECHNOLOGIES, Lübeck
  • M. Krug - Institut für Biomedizinische Optik, Universität Lübeck
  • E. Acidereli - Institut für Biomedizinische Optik, Universität Lübeck
  • S. Oelkers - Moeller-Wedel GmbH, Wedel
  • R. Birngruber - Institut für Biomedizinische Optik, Universität Lübeck
  • S. Grisanti - Universitäts-Augenklinik Schleswig-Holstein, Lübeck
  • G. Hüttmann - Institut für Biomedizinische Optik, Universität Lübeck
  • Lübecker OCT Studiengruppe

Retinologische Gesellschaft. 24. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft. Aachen, 17.-18.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11rg13

doi: 10.3205/11rg13, urn:nbn:de:0183-11rg133

Dieses ist die Originalversion des Artikels.
Die übersetzte Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/meetings/rg2011/11rg13.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2011

© 2011 Müller et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Evaluation einer operationsmikroskopsintegrierten OCT-Kamera zur intraoperativen Diagnostik und Assistenz.

Patienten und Methode: Mit der neu entwickelten OCT-Kamera (MOELLER-WEDEL, Wedel, in Kooperation mit OPTOMEDICAL TECHNOLOGIES, Lübeck, Germany), welche in dem Operationsmikroskop (Hi-R 900, MOELLER-WEDEL) adaptiert ist und mit externem Display (MEDIS, MOELLER-WEDEL) ausgestattet ist, konnten 42 Patienten bei Routineeingriffen des hinteren Augenabschnittes evaluiert werden. Zur Visualisierung des hinteren Abschnittes wurde eine non-contact 90D Linse (EIBOS, MOELLER-WEDEL) und eine 0 Grad Linse (DORC; Zuidland, Niederlande) verwendet. Die OCT-Kamera verfügt über eine zentrale Wellenlänge von 840 nm, bei einer Meßtiefe von 5,2 mm und einer zoomabhängigen Meßbreite von 5 mm bei maximaler Vergrößerung. Die Akquisitionszeit beträgt 10.000 A-scans/s. Image stacks, en-face OCT und 2D-real time Aufnahmen mit zusätzlichen Volumenmessungen wurden aufgenommen.

Ergebnisse: Mittels intraoperativer OCT (iOCT) kann eine Darstellung des hinteren Augenabschnittes in spectral domain Qualität erstellt werden. Retinale Membranstrukturen wurden in Echtzeit und als Rekonstruktion in 2D und 3D erfasst. Pathologien wie epiretinale Membranen, Maculaforamina und vitreomaculäre Traktionssyndrome konnten intraoperativ in hoher Auflösung visualisiert werden und während des chirurgischen Manövers dargestellt werden. Instrumente können lokalisiert und als Auslöschphänomem des Lasers dargestellt werden.

Schlussfolgerung: Die iOCT erlaubt intraoperative high-resolution OCT Bildgebung von Prozeduren des hinteren Augenabschnittes. Sie eröffnet eine Tiefendarstellung von delikaten Gewebestrukturen und ermöglicht eine intraoperative Kontrolle der intendierten Maßnahmen. Damit kann die iOCT zum neuen technologischen intraoperativen Werkzeug in der Augenchirurgie werden.

Unterstützt durch den Medizin-Technologie-Transfer der Universität zu Lübeck.