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24. Jahrestagung der Deutschen Retinologischen Gesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Retinologie

17.06. - 18.06.2011, Aachen

Konfiguration und Topographie der geographischen Atrophie bei altersabhängiger Makuladegeneration

Kongressabstract

  • Steffen Schmitz-Valckenberg - Universitäts-Augenklinik Bonn
  • M. Mauschitz - Universitäts-Augenklinik Bonn
  • P. Chang - Universitäts-Augenklinik Bonn
  • G.J. Jaffe - Duke University Eye Center, Durham, NC, USA
  • Arno P. Göbel - Universitäts-Augenklinik Bonn
  • M. Fleckenstein - Universitäts-Augenklinik Bonn
  • F.G. Holz - Universitäts-Augenklinik Bonn
  • GAP-Studiengruppe

Retinologische Gesellschaft. 24. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft. Aachen, 17.-18.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11rg03

doi: 10.3205/11rg03, urn:nbn:de:0183-11rg035

Dieses ist die Originalversion des Artikels.
Die übersetzte Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/meetings/rg2011/11rg03.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2011

© 2011 Schmitz-Valckenberg et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Ziel der Studie ist die Untersuchung der topographischen Verteilung und Konfiguration von Atrophie-Arealen bei geographischer Atrophie (GA) im Rahmen der altersabhängigen Makuladegeneration.

Methoden: Fundusautofluoreszenz-Aufnahmen wurden von 413 GA Augen von 413 Patienten ausgewertet. Zur Bestimmung des lokalen Vorkommens von GA wurde die Makula mittels einer Schablone in 10 verschiedene Sektoren unterteilt. Zusätzlich wurde die Prävalenz und die Konfiguration von peripapillärer Atrophie (PPA) analysiert. In einer Untergruppe von 42 Augen (Beobachtungszeitraum 18 Monate) wurde die minimale lineare Strecke zwischen PPA und zentraler Atrophie sowie deren Abnahme über die Zeit erfasst.

Ergebnisse: In 95% der Augen zeigte sich ein GA Vorkommen innerhalb 600 µm von der Fovea. Die Parafovea (innerhalb 1800 µm) war in 99% der Augen häufiger als periphere Areale (1800–3600 µm) mit 80% betroffen. Insgesamt wiesen 357 von 413 (86%) Augen eine PPA auf. Diese war in 328 Augen nicht konfluierend zur zentralen Atrophie. In den 4 von 42 Augen, die innerhalb 18 Monaten sich zu einer konfluierenden Atrophie entwickelten, war die mittlere minimale lineare Strecke mit 147 µm (Streuung 79–175 µm) signifikant kleiner als im Vergleich zu den 38 Augen (Mittlere Strecke 1481 µm, Streuung 158–3117 µm), die eine konstante nicht-konfluierende Atrophie zeigten (p<0.0002).

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse deuten auf eine asymmetrische Verteilung von Atrophie-Arealen hin. Das zusätzliche Vorkommen einer PPA stellt ein häufiges Phänomen bei GA dar. Jedoch ist diese nur selten konfluierend zur zentralen Atrophie. Diese Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis des natürlichen Verlaufs und das Design von interventionellen Studien bei GA Patienten.