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23. Jahrestagung der Deutschen Retinologischen Gesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Retinologie

24.09. - 25.09.2010, Freiburg

Vergleich dreier Methoden zur Bildgebung bei Makulaveränderungen bei Uveitispatienten: Stratus OCT, Spectralis OCT and HRT retina modul

Kongressabstract

  • Friederike Mackensen - Interdisziplinäres Uveitiszentrum, Universitäts-Augenklinik Heidelberg
  • E. Jakob - Interdisziplinäres Uveitiszentrum, Universitäts-Augenklinik Heidelberg
  • S. Schulz - Heidelberg Engineering GmbH, Heidelberg
  • A. F. Scheuerle - Interdisziplinäres Uveitiszentrum, Universitäts-Augenklinik Heidelberg

Retinologische Gesellschaft. 23. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft. Freiburg i. Br., 24.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10rg24

doi: 10.3205/10rg24, urn:nbn:de:0183-10rg247

Dieses ist die Originalversion des Artikels.
Die übersetzte Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/meetings/rg2010/10rg24.shtml

Veröffentlicht: 21. September 2010

© 2010 Mackensen et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Im Verlauf der intermediäre Uveitis sind Makulaödem oder epiretinale Gliose häufige visusbedrohende Komplikationen. Daher sind sie wesentliche Indikatoren um ein Therapieansprechen zu überprüfen. Die Fluoreszenzangiographie ist heutzutage weitgehend durch nicht-invasive und schnellere bildgebende Verfahren ersetzt worden. Prinzipiell sollten bildgebende Verfahren schnelle, exakte und verlässliche Information bieten. Daher führten wir diese Studie durch um zu sehen welches der uns zur Verfügung stehenden Verfahren in der klinischen Praxis am besten, d.h. an Hand der Übereinstimmung zwischen zwei unabhängigen Untersuchern, Makulapatholgien aufzeigte.

Methoden: Wir schlossen 17 Patienten mit intermediärer Uveitis ein, die in der Vergangenheit oder auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Makulaödem und andere Makulaveränderungen aufgezeigt hatten. Sie wurden am selben Tag mit allen drei Geräten untersucht: Stratus OCT (Zeiss), HRT Retina Modul und Spectralis OCT (beide Heidelberg Engineering). Zusätzlich wurden 5 Normalprobanden untersucht. Die Bilder wurden verblindet und dann von zwei unabhängigen Beobachtern in 5 Schritten beurteilt, zunächst wurden nur Teilergebnisse gezeigt, z.B. ein einzelner horizontaler Scan, im letzten 5. Schritt dann der komplette Datensatz. Wir berechneten Kappa Werte für den Grad der Übereinstimmung der Untersucher.

Ergebnisse: 44 Augen wurden untersucht. Der Vergleich der 5 Untersuchungsschritte zeigte dass es bei Bildern die nur partielle Information zeigten, wie einen horizontalen Einzelschnitt oder die Dickenkarte, zu einer der Untersucher kam. Die korrekte Unterscheidung zwischen normal und erkrankt war gut für beide OCT Geräte in Schritt 2, 3, und 5 der Studie, allerdings schlecht bei den reinen Dickenkarten in Schritt 4. Hier zeigte sich das HRT Retina Modul jedoch gut. Die Untersucherübereinstimmung war besser bezüglich der Diagnose Makulaödem im Vergleich zu geringeren Übereinstimmung epiretinaler Gliose. In beiden Patholgien zeigten sich beim Spectralis bessere Übereinstimmung bei den Untersuchern.

Schlussfolgerung: In Bezug auf detallierte Pathologieerkennung zeigten sich die beiden OCT Geräte dem HRT überlegen , die höchste Übereinstimmung bei den Untersuchern fand sich im Spectralis. Allerdings zeigte sich das HRT als gutes Verfahren um normal von patholgisch zu unterscheiden. Prinzipiell ist es empfehlenswert alle Schnitte zu evaluieren um nicht wertvolle Informationen zu verpassen. Vor allem die Dickenkarte der OCT Geräte kann zu einer fehlerhaften Einschätzung führen wenn sie losgelöst betrachtet wird.