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22. Jahrestagung der Deutschen Retinologischen Gesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Retinologie

26.06. - 27.06.2009, Berlin

Spätmanifestation von Retinoblastomen, 6 Fälle

Kongressabstract

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  • Gregor Willerding - Charité-Universitätsmedizin Berlin, Augenklinik, Campus Benjamin Franklin
  • M. Doblhofer - Charité-Universitätsmedizin Berlin, Augenklinik, Campus Benjamin Franklin
  • M. H. Foerster - Charité-Universitätsmedizin Berlin, Augenklinik, Campus Benjamin Franklin

Retinologische Gesellschaft. 22. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft. Berlin, 26.-27.06.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. DocRG2009-54

doi: 10.3205/09rg55, urn:nbn:de:0183-09rg558

Dieses ist die Originalversion des Artikels.
Die übersetzte Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/meetings/rg2009/09rg55.shtml

Veröffentlicht: 29. Juni 2009

© 2009 Willerding et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Retinoblastome werden in Deutschland überwiegend im Kleinkindesalter diagnostiziert. Bei älteren Patienten sind atypische Befunde und dadurch bedingt Diagnoseverzögerungen jedoch nicht selten.

Methoden: Wir berichten retrospektiv über die klinischen Verläufe von 6 Patienten, die zwischen 2005 und 2009 in unserer Klinik behandelt wurden.

Ergebnisse: Das mittlere Alter betrug 6,7 Jahre (4,6–11,2 Jahre, Median 5,9 Jahre). Die Diagnose wurde im Mittel 4 Monate (0,3–10 Monate) nach Auftreten erster Symptome gestellt. Neben einer ineffektiven Amblyopietherapie waren Strabismus, subjektive Sehminderung und Schmerzen Anlass für die Untersuchung. In einem Fall (bilateral) konnten beide betroffenen Augen erhalten werden. Vier einseitige Fälle wurden enukleiert. In einem dieser Fälle erfolgte eine sekundäre Enukleation nach vorausgegangener Behandlung.

Schlussfolgerungen: Spätmanifestationen von Retinoblastomen können diagnostische Schwierigkeiten bereiten und damit erhebliche Zeitverzögerungen bei Diagnose und Therapie bewirken. Therapeutisch kommen heute eine Reihe unterschiedlicher Modalitäten in Frage, vorwiegend jedoch nach wie vor die Enukleation.