gms | German Medical Science

22. Jahrestagung der Deutschen Retinologischen Gesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Retinologie

26.06. - 27.06.2009, Berlin

Vergleich der Durchflusszeiten verschiedener Silikonöle in Abhängigkeit von Kanülengröße und Druck: Focus auf Siluron 2000

Kongressabstract

  • Hakan Kaymak - Knappschaftskrankenhaus Sulzbach / Saar, Augenklinik
  • N. Hagedorn - Fluoron GmbH, Neu-Ulm
  • C. Lingenfelder - Fluoron GmbH, Neu-Ulm
  • U. Mester - Knappschaftskrankenhaus Sulzbach / Saar, Augenklinik

Retinologische Gesellschaft. 22. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft. Berlin, 26.-27.06.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. DocRG2009-30

doi: 10.3205/09rg31, urn:nbn:de:0183-09rg314

Dieses ist die Originalversion des Artikels.
Die übersetzte Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/meetings/rg2009/09rg31.shtml

Veröffentlicht: 29. Juni 2009

© 2009 Kaymak et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Ziel: Ziel der Untersuchung war es die Applikation des neuen Silikonöls, Siluron 2000 mit Standardsilikonölen (SIL 1000, SIL 5000) in vitro zu vergleichen.

Hintergrund: Siluron 2000 ist eine neue Silikonölendotamponade mit einer Viskosität von 2000 mPas, bestehend aus Silikonöl der Viskosität 1000 mPas und hochviskosem Silikonöl (2.500.000 mPas).

Methoden: Die Durchflussmengen verschiedener Silikonöle wurden mittels einem Geuder Megatron S3 bei verschiedenen Drücken (1,5; 3; 6 bar) durch Kanülen verschiedener Größe (20 Gauge, 20 Gauge Kirchhof, 23 Gauge, 25 Gauge) bestimmt. Die Durchflussmenge der Silikonöle wurde nach 30 Sekunden Durchflusszeit durch Auswiegen bestimmt. Jeder Test wurde zehnmal wiederholt.

Ergebnisse: Die Durchflussmengen waren abhängig von der verwendeten Kanüle und dem Druck. Interessanterweise zeigte sich eine nichtlineare Abhängigkeit der Durchflussmenge von der Viskosität. Im Detail konnte Siluron 2000 problemlos durch 20 Gauge appliziert werden. Bei 23 und 25 Gauge konnten zufriedenstellende Durchflussmengen bei 6 bar erreicht werden. Im Vergleich konnte Siluron 1000 unabhängig von den Versuchsbedingungen erfolgreich appliziert werden. Die Applizierbarkeit von Siluron 5000 erschwerte sich, auch bei 6 bar, stark mit Verringerung der Kanülengröße.

Schlussfolgerungen: Siluron 2000 kann problemlos durch 20 Gauge Kanülen appliziert werden. Die Applikation durch 23 und 25 Gauge ist deutlich vereinfacht verglichen mit Siluron 5000.