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22. Jahrestagung der Deutschen Retinologischen Gesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Retinologie

26.06. - 27.06.2009, Berlin

Bedeutung des makulären Pigmentes und dessen Beeinflussbarkeit durch Supplementation und ausgewogene Ernährung bei altersabhängigen Netzhauterkrankungen

Kongressabstract

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  • Ute E. K. Wolf-Schnurrbusch - Universitäts-Augenklinik Inselspital Bern

Retinologische Gesellschaft. 22. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft. Berlin, 26.-27.06.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. DocRG2009-02

DOI: 10.3205/09rg02, URN: urn:nbn:de:0183-09rg029

Dieses ist die Originalversion des Artikels.
Die übersetzte Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/meetings/rg2009/09rg02.shtml

Veröffentlicht: 29. Juni 2009

© 2009 Wolf-Schnurrbusch.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Dem makulären Pigment (MP) wird hinsichtlich der Genese und der Progression der altersabhängigen Makulopathie (ARM) eine protektive Rolle zugeschrieben. Hierbei spielen sowohl die antioxidativen Eigenschaften dieser Carotinoide, als auch die Filterwirkung des energiereichen blauen Licht eine Rolle. Da die MP Dichte durch die Aufnahme von Lutein und Zeaxanthin modifizierbar ist, könnten eine ausgewogene Ernährung und die Supplementation mit Lutein und Zeaxanthin ein möglicher therapeutischer Ansatz für eine Prophylaxe der ARM sein.

Inhalt: In den letzten Jahren wurde der Markt von Supplementen verschiedenster Art zur Prophylaxe der ARM (und auch des trockenen Auges) “überflutet” und von Augenärzten wird auch hierzu eine kompetente Auskunft erwartet. Die Bedeutung des MP in Bezug auf ARM Prophylaxe bleibt allerdings auch weiterhin unklar. Das Referat soll helfen Betroffenen alltagsrelevante Hinweise und Empfehlungen für das Gespräch mit Patienten zu geben.Wir wissen bislang nur, dass sich die Dichte der MP mit verschiedene Methoden unkompliziert gemessen werden kann. Mit vielen Methoden lässt sich nicht nur die Pigmentdichte in der Makula bestimmen, sondern auch die räumliche Verteilung des MP darstellen. Studien zu Dichtemessungen des makulären Pigmentes und zur räumlichen Verteilung werden hinsichtlich ihrer Relevanz kritisch diskutiert. Ebenso werden weiter modifizierende Faktoren, wie Omegafettsäuren, Lebensgewohnheiten, Alter, Geschlecht, ethnische Unterschiede, okuläre und systemische Erkrankungen erläutert und diskutiert.