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21. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft gemeinsam mit dem
8. Symposium der International Society of Ocular Trauma

Deutsche Gesellschaft für Retinologie
International Society of Ocular Trauma

19.06. - 22.06.2008, Würzburg

Erste klinische Erfahrungen mit dem PASCAL® Pattern Scanning Laser

Meeting Abstract

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  • Florian Rüfer - Kiel/Germany
  • C. Flöhr - Kiel/Germany
  • E. Pörksen - Kiel/Germany
  • J. Roider - Kiel/Germany

Retinologische Gesellschaft. International Society of Ocular Trauma. 21. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft gemeinsam mit dem 8. Symposium der International Society of Ocular Trauma. Würzburg, 19.-22.06.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocISOTRG2008V139

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/rg2008/08rg139.shtml

Veröffentlicht: 18. Juni 2008

© 2008 Rüfer et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Um bei retinaler Laserkoagulation mehrere Herde in Form von Mustern gleichzeitig applizieren zu können, wurde der PASCAL® Pattern Scanning Laser entwickelt. Mit diesem Verfahren ist theoretisch eine deutliche Zeitersparnis bei panretinalen Laserkoagulationen gegenüber der Einzelherdtechnik zu erwarten. In der vorliegenden Untersuchung wird über erste klinische Erfahrungen mit dem System berichtet.

Patienten/Material und Methoden: Mit dem PASCAL® Pattern Scanning Laser (Fa. Optimedica, Santa Clara, Kalifornien, USA) ist die Applikation von bis zu 56 Herden in einer schnellen Sequenz (Pattern) möglich. Hierfür betragen die Expositionszeiten 10-30 ms und die Leistung bis zu 2000 mW pro Einzelherd. Klinische Erfahrungen bei 33 Patienten werden dargestellt. Bei 27 Patienten wurde eine Auswertung der subjektiven Schmerzempfindung durchgeführt. Die Schmerzen bei 14 Patienten in Gruppe 1 bei Patternlaserung und bei 13 Patienten in Gruppe 2 in Einzelherdtechnik wurden mit den Schmerzen bei vorausgegangener konventioneller verglichen.

Ergebnisse: Folgende Krankheitsbilder wurden therapiert: Diabetische Retinopathie (n = 21), Z.n. Zentralvenenverschluss (n = 4), Z.n. Venenastthrombose (n = 4), retinales Foramen (n = 2), okuläres Ischämiesyndrom bei Carotisstenose (n = 2). Bei keinem Patienten traten Komplikationen auf. In Gruppe 1 (Pattern-Technik) hatten 10 Patienten keine oder weniger Schmerzen als bei konventioneller Laserkoagulation. 4 Patienten hatten Schmerzen. In Gruppe 2 (Einzelherdtechnik) hatten 6 Patienten keine oder weniger Schmerzen, 7 Patienten hatten Schmerzen. Unterschiede waren im exakten Fisher-Test nicht signifikant (p = 0,17).

Schlussfolgerungen: Sowohl bei Pattern-Technik als auch in Einzelherdtechnik kommt es zu Schmerzen. Durch die Verwendung von Pattern können viele Laserherde schnell appliziert werden. Dadurch kommt es zu einer deutlichen Zeitersparnis. Ein weitreichendes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Laser und Gewebe ist erforderlich, um Überkoagulationen zu vermeiden.