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Patientenbeteiligung bei medizinischen Entscheidungen
2. Tagung des Förderschwerpunktes "Der Patient als Partner im medizinischen Entscheidungsprozess"

25. bis 27.03.2004, Freiburg

Gesellschaft zur Integration von Angehörigen im Gesundheitswesen

Meeting Abstract

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  • corresponding author W. George - Medizinisches Seminar Dr. George, Jahnstr. 14, 35394 Gießen

Patientenbeteiligung bei medizinischen Entscheidungen. 2. Tagung des Förderschwerpunktes "Der Patient als Partner im medizinischen Entscheidungsprozess". Freiburg, 25.-27.03.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04pat41

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/pat2004/04pat41.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2004

© 2004 George.
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Gliederung

Text

Ausgangssituation

In der Versorgungspraxis des Gesundheitswesens sind es vielfach die Angehörigen, die:

• eine steuernd-koordinative Scoutfunktion übernehmen (1),

• kompensierende und versorgende Hilfeleistungen gewähren (2),

• Rechte, Ziele und Verpflichtungen des Patienten wahrnehmen (3),

• eine psychisch und sozial entlastende Funktion übernehmen (4).

Sie sind es, die als Lebenshilfe, Unterstützung und bedeutsamste Garanten der Lebensqualität des Patienten auszumachen sind. Trotz dieser Situation befinden sie sich häufig an der Peripherie des kommunikativen- und Handlungsgeschehens im Gesundheitswesen. Auch werden die von Krankenhäusern, Ärzten, Krankenkassen und anderen Akteuren auf den Weg gebrachten Qualitätsnormen vielfach von den Betroffenen nicht gekannt (a), sie werden nicht verständlich für diese kommuniziert (b), sind nicht frei von den Interessen der Anbieter (c) und sie werden als nur unzureichend auf die Bedürfnisse und Behandlungsziele der Kranken und Angehörigen abgestimmt wahrgenommen (d).

Ziele

Ziel der Gesellschaft zur Integration von Angehörigen im Gesundheitswesen (GIAG) ist es dazu beizutragen, dass die Angehörigen eine Ihrer Bedeutung entsprechende aktive und offene Integration in die Entscheidungs-, Behandlungs- und Betreuungs-situation erfahren (1) und dass für die Betroffenen verständliche und gültige Qualitätskriterien auf den Weg gebracht werden (2). Hierfür sind vorerst folgende Sektionen eingerichtet: I. Krankenhausversorgung (Schwerkranke, Pädiatrie etc), II. ambulante Versorgung und III. Heimversorgung.

Programm

1. Auszeichnung von Leistungsanbietern: Es werden diejenigen Gesundheits- und Versorgungsbereiche geprüft und ausgezeichnet, die exzellente Leistungen und Angebote auf dem Gebiet der Angehörigenintegration anbieten (Auszeichnung: Angehörigenfreundlicher Versorgungsbereich)

2. Beratung und Information von Angehörigen: Angehörige und Patienten werden zu allen Fragen informiert bzw. beraten. Bei Bedarf werden sie auch auf ausgezeichnete Bereiche und Lösungen aufmerksam gemacht.

3. Information und Beratung von Leistungsanbieter: Die verschiedenen Leistungs-anbieter werden über die Arbeit der GIAG informiert und bei Interesse beraten.

4. Fachtagung: Die GIAG richtet jährlich eine Tagung aus.

5. Mitgliederbetreuung: Die Member der Gesellschaft erhalten Services und Unterstützung, insbesondere solche, die zum erreichen oben genannter Ziele führen.

Selbstverständnis

Die GIAG konzentriert sich auf die kontinuierliche Verbesserung der Partizipation, Information, Beratung, Kommunikation, Anleitung, Schulung, Begleitung, Unterstützung und Selbstorganisation der Angehörigen. Durch die Auszeichnung exzellenter Lösungen in Praxen, Krankenhausbereichen, Heimen etc. will die GIAG den bisher vernachlässigten Beitrag einer ziel- und evidenzbasierten Angehörigenintegration forcieren. Die GIAG setzt sich gleichermaßen aus Akteuren der verschiedenen Berufsgruppen und engagierten Bürgern/innen zusammen. Die GIAG ist für deren Mitglieder kostenfrei und versteht sich unabhängig, überkonfessionell und interkulturell.