gms | German Medical Science

Patientenbeteiligung bei medizinischen Entscheidungen
2. Tagung des Förderschwerpunktes "Der Patient als Partner im medizinischen Entscheidungsprozess"

25. bis 27.03.2004, Freiburg

www.eDank.de - Die Erfahrungs-Datenbank der Nebenwirkungen bei Krebs

Meeting Abstract

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  • corresponding author A. Forbriger - INKA - Informationsnetz für Krebspatienten und Angehörige e.V. Externer Link
  • corresponding author K. Beck - INKA - Informationsnetz für Krebspatienten und Angehörige e.V. Externer Link

Patientenbeteiligung bei medizinischen Entscheidungen. 2. Tagung des Förderschwerpunktes "Der Patient als Partner im medizinischen Entscheidungsprozess". Freiburg, 25.-27.03.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04pat39

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/pat2004/04pat39.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2004

© 2004 Forbriger et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Theoretischer/pragmatischer Hintergrund der Arbeit

Krebskranke haben im Verlauf ihrer verschiedenen Therapien mit zahlreichen, teils häufigen, teils seltenen Nebenwirkungen zu kämpfen, für deren Linderung es im medizinischen Alltag oft keine allgemein bekannten praktikablen Lösungen gibt. Im Internet tauschen sich Patienten und Angehörige bislang eher zufällig und unsystematisch über Chats und Foren zu Nebenwirkungen aus. Erfahrungswerte (Probleme und Lösungen) im Umgang mit Nebenwirkungen bei Krebs werden online bislang nicht bundesweit erfasst und der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Der Initiator INKA greift inzwischen auf neun Jahre intensiver Erfahrung mit dem Thema Internet, Krebs und Patientenschulung zurück.

Methodik

Die kostenlose online Datenbank soll Patienten und ihren unterstützenden Angehörigen zukünftig zu pragmatischen Lösungen bei Problemen mit Nebenwirkungen führen und damit maßgeblich zur Steigerung ihrer Lebensqualität beitragen. Alle Angaben bauen auf den Erfahrungswerten der Betroffenen (erlebte Kompetenz) auf, die User pflegen die Daten selbstständig über ein geführtes und kontrolliertes Onlineformular ein.

Für die Entwicklung des Datenbankkonzepts wurden vorhandene deutschsprachige Krebs-Foren bezüglich des Umfangs der thematisierten Nebenwirkungen und mögliche Linderungs- und Lösungsmöglichkeiten analysiert. Weltweit wurde zwei ansatzweise ähnliche Online-Projekte identifiziert (ein Selbsthilfeprojekt aus USA, ein universitäres Forschungsprojekt aus UK). Recherchiert wurde zudem zu Usability und lernende Oberflächen in verschiedenen internationalen Community-Sites in den Bereichen Computer und Gesundheit bzw. Krankheit.

Ergebnisse

Ein erstes Konzept zur Programmierung eines Prototypen der Online-Datenbank wurde in Zusammenarbeit mit dem IEB (An-Institut für E-Business der Universität der Künste Berlin) entwickelt und in Berlin vorgestellt. Im Verlauf des Jahres 2004 soll der Prototyp an den Start gehen und durch Patienten und Angehörige getestet werden.

Diskussion und Schlussfolgerungen

eDank wird als neues Pilotprojekt Patientenerfahrungen deutlich aufwerten und kann Vorreiter eines deutschlandweiten Patientenorientierten Projektes auch im Rahmen der EBM (Evidenz basierter Medizin) sein, d.h. Daten werden gesammelt, die dann wieder in die EBM zurückfliessen können. Angestrebt ist eine mögliche universitäre Begleitforschung aus den Bereichen Public Health, Medizinsoziologie, Rehabilitationswissenschaften.