gms | German Medical Science

54. Jahrestagung der Norddeutschen Orthopädenvereinigung e. V.

Norddeutsche Orthopädenvereinigung

16.06. bis 18.06.2005, Hamburg

Die Stumpfaufbauplastik nach Hüftexartikulation unter Verwendung des MUTARS®-Tumorendoprothesensystems

Meeting Abstract

  • corresponding author G. Gosheger - Universitaetsklinikum Muenster, Klinik und Poliklinik fuer Allg. Orthopaedie, Muenster
  • J. Hardes - Muenster
  • C. Gebert - Muenster
  • W. Winkelmann - Muenster

Norddeutsche Orthopädenvereinigung. 54. Jahrestagung der Norddeutschen Orthopädenvereinigung e.V.. Hamburg, 16.-18.06.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05novEP49

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/nov2005/05nov129.shtml

Veröffentlicht: 13. Juni 2005

© 2005 Gosheger et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Fragestellung

Die von Gosheger et al. 2001 (Acta Orthop Scand) als Technical Note vorgestellte Stumpfaufbauplastik sollte anhand eines behandelten Patientenkollektivs von 15 Patienten evaluiert werden.

Methoden

Zwischen 2/98 und 1/04 wurde bei 15 Patienten eine Mutars-Stumpfaufbauplastik durchgeführt. Hinsichtlich der Entitäten verteilten sich die Patienten wie folgt: Z.n. infizierter Endoprothese (n=3), Osteosarkom (n=3), Leiomyosarkom (n=2), Fibrosarkom (n=1), malignes fibröses Histiozytom (n=2), Hämangioendotheliom (n=1), NOS (n=1), Chondrosarkom (n=1), SHF (n=1).

Ergebnisse

Stumpflaengen von 11-41 cm konnten erzielt werden. 12 der 15 behandelten Patienten konnten mit einer Oberschenkelprothese mit Tuberaufsitz versorgt werden und konnten fuer kurze Strecken ohne Gehstuetzen und fuer laengere Strecken mit einer Gehstuetze mobilisiert werden. 2 Patienten erlebten die Prothesenversorgung aufgrund letalem Ausgang der Tumorerkrankung nicht. Der Patient mit der Schenkelhalsfraktur konnte nicht exoprothetisch versorgt werden. 4 Patienten zeigten eine tiefe Protheseninfektion, wobei 2 langfristig mit einem Palacos-Spacer versorgt wurden. Bei 2 Patienten konnte erfolgreich die neue antiinfektiose Mutars-silberbeschichtete Megaendoprothese zur Infektkontrolle eingesetzt werden.

Schlussfolgerungen

Die Stumpfaufbauplastik unter Verwendung eines modularen Tumorendoprothesensystems stellt eine überzeugende Alternative zur Hüftexartikulation dar.