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54. Jahrestagung der Norddeutschen Orthopädenvereinigung e. V.

Norddeutsche Orthopädenvereinigung

16.06. bis 18.06.2005, Hamburg

Phase I – Studie: Ausschluss von Nebenwirkungen der Silber-beschichteten Mutars®-Megaendoprothese bei 20 Patienten mit Knochenmetastasen

Meeting Abstract

  • corresponding author G. Gosheger - Universitaetsklinikum Muenster, Klinik und Poliklinik fuer Allg. Orthopaedie, Muenster
  • J. Hardes - Muenster
  • C. Gebert - Muenster
  • H. Ahrens - Muenster
  • A. Guensel - Muenster
  • C. von Eiff - Muenster
  • M. Erren - Muenster
  • H. Buerger - Muenster
  • G. Saxler - Essen
  • W. Winkelmann - Muenster

Norddeutsche Orthopädenvereinigung. 54. Jahrestagung der Norddeutschen Orthopädenvereinigung e.V.. Hamburg, 16.-18.06.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05novEP48

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/nov2005/05nov128.shtml

Veröffentlicht: 13. Juni 2005

© 2005 Gosheger et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung

In einem Kaninchenmodell konnte die silberbeschichtete Megaendoprothese ihre antiinfektioese Wirksamkeit beweisen; toxikologische Nebenwirkungen konnten ausgeschlossen werden (Gosheger et al., Biomaterials 2004). Ziel der Studie (Phase I) war der Ausschluss von Nebenwirkungen bei 20 Patienten mit Knochenmetastasen.

Methoden

Einschlusskriterien waren Knochenmetastasen mit drohender (n=7) oder stattgehabter Fraktur (n=11) oder einer infizierten Osteosynthese (n=2). Das Alter der Patienten betrug 32-82, der Median des follow-up betrug 16 Monate.

Ergebnisse

Die Auswertungen zeigten keine Nebenwirkungen bezüglich der Silberbeschichtung. Lockerungen, Infektionen und Materialfehler wurden nicht beobachtet. Silberspiegel im Serum wurden bis maximal 23.1 ppb gemessen (Grenzwert >300 ppb). Serumparameter (GOT, GPT, Kreatinin, CK, etc.) zeigten keine durch die Silberbeschichtung verursachten pathologischen Veränderungen. Bei zwei Patienten konnten Gewebeproben entnommen werden, um das Implantatlager zu analysieren. Es zeigten sich hierbei stabile Implantatoberflächen und histologisch keine Anzeichen von Fremdkörpergranulomen. Die gemessene lokale aktive Silberionenkonzentration betrug 551 ppb.

Schlussfolgerungen

Die Mutars®silberbeschichtete Megaendoprothese kann für besonders infektgefährdete Patienten (geplante Strahlentherapie, problematische

Weichteilverhältnisse) und bei Reimplantation nach Infektion empfohlen werden.