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54. Jahrestagung der Norddeutschen Orthopädenvereinigung e. V.

Norddeutsche Orthopädenvereinigung

16.06. bis 18.06.2005, Hamburg

VKB-Rekonstruktion mit Patellar-oder 4-fach Semitendinosus-Gracilissehnentransplantat: Eine prospektiv randomisierte Studie

Meeting Abstract

  • corresponding author K. Witt - Orthopädische Praxis/Praxisklinik Prof. Steinbeck, Münster
  • B. Marquardt - Münster
  • A. Nolte - Münster
  • M. Moraldo - Münster
  • J. Steinbeck - Münster

Norddeutsche Orthopädenvereinigung. 54. Jahrestagung der Norddeutschen Orthopädenvereinigung e.V.. Hamburg, 16.-18.06.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05novK6.04

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/nov2005/05nov021.shtml

Veröffentlicht: 13. Juni 2005

© 2005 Witt et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung

Darstellung der klinischen Ergebnisse einer randomisierten Studie an 110 Patienten nach Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes durch Patellasehnen- oder Semitendinosus-Gracilissehnentransplantat.

Methodik

Im Rahmen einer randomisierten Studie wurden 110 Patienten 6 Wochen, 3 Monate, 6 Monate und 12 Monate nach Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes durch Patellasehne oder Semitendinosus-Gracilissehne nachuntersucht. Es wurden jeweils der IKDC-Score, der Lysholm-Score, der Tegner-Activity-Score und die Werte des Arthrometer KT-1000 bestimmt. Ein Jahr postoperativ konnten 98 Patienten nachuntersucht werden. Darunter waren 63 Männer und 35 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 30,3 Jahren (19-53).

Ergebnisse

Bezüglich des IKDC-Scores zeigten sich 12 Monate postoperativ keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Patientengruppen. Auch Lysholm-Score und Tegner-Activity-Score zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen (p>0.05). Unterschiede ließen sich bei diesen drei Scores lediglich beim Vergleich der ursprünglichen Werte mit den Ergebnissen nach 12 Monaten ermitteln, welche allesamt signifikant schlechter waren (p<0.01). Auch die Werte des Arthrometer KT-1000 zeigten keinen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Operationsmethoden.

Schlussfolgerung

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass beide Operationsverfahren vergleichbar gute bis sehr gute Ergebnisse liefern ohne signifikante Unterschiede bei den einzelnen Scores, auch wenn nach 12 Monaten die Ergebnisse nicht das Ursprungsniveau erreichen.