gms | German Medical Science

9. Symposium Health Technology Assessment

Deutsche Agentur für HTA des DIMDI – DAHTA@DIMDI

17. - 18.10.2008, Köln

HTA: Nutzen für die Gesundheitswirtschaft?

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • Frank-Ulrich Fricke - IMS HEALTH GmbH & Co. OHG, Health Economics & Outcomes Research, Nürnberg

9. Symposium Health Technology Assessment. Köln, 17.-18.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hta03

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hta2008/08hta03.shtml

Veröffentlicht: 14. Oktober 2008

© 2008 Fricke.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Abstract

Die demografische Entwicklung und der medizinisch-technische Fortschritt führen zu einer wachsenden Nachfrage nach Gesundheitsgütern und -dienstleistungen. Damit sind wachsende Ausgaben für Gesundheit verbunden. Diese werden künftig nicht mehr vollständig von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) getragen werden können. Es stellt sich für die GKV die Frage, wie der Leistungskatalog so gestaltet werden kann, dass knappe Ressourcen effektiv eingesetzt werden und ihr Einsatz sich an den gesellschaftlichen Präferenzen orientiert. Daneben benötigen Hersteller von Gesundheitsgütern und -dienstleistungen Anhaltspunkte, um den künftigen Markterfolg ihrer Produkte beurteilen zu können und ihre Forschungsaktivitäten auszurichten. Vor diesem Hintergrund müssen vorhandene und neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten hinsichtlich ihres Beitrags zu einer effektiveren Gesundheitsversorgung bewertet werden. Dieser Bewertungsprozess wird seit Jahren als Health Technology Assessment (HTA) organisiert. Der Prozess des HTA ist in den vergangenen Jahren zunehmend professionalisiert und institutionalisiert worden. Dieser Prozess wird auch bei vielen Herstellern von Gesundheitsgütern und -dienstleistungen bei der Auswahl von Forschungsprojekten, im Prozess der klinischen Forschung zum jeweiligen Produkt und bei der Vermarktung der Produkte berücksichtigt. Damit dient der Bewertungsprozess sowohl der Gesellschaft als auch der Gesundheitswirtschaft. Die Gesellschaft profitiert von der „Produktivitätssteigerung“ in der Gesundheitsversorgung. Die Gesundheitswirtschaft vermeidet Entwicklungsfehlschläge und Misserfolge am Markt. Damit hat sich die Idee des HTA und damit der vergleichenden Bewertung von Gesundheitsgütern und -dienstleistungen insgesamt durchgesetzt. Der Bewertungsprozess, die Auswahl der relevanten Bewertungskriterien und ihrer Ausprägungen befinden sich in der ständigen Weiterentwicklung. Die Suche nach der bestmöglichen Vorgehensweise bei der Bewertung von Gesundheitsgütern und -dienstleistungen steht eher am Anfang als am Ende.