gms | German Medical Science

29. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga

Deutsche Hochdruckliga e. V. DHL ® - Deutsche Hypertonie Gesellschaft Deutsches Kompetenzzentrum Bluthochdruck

23. bis 25.11.2005, Berlin

Hypertonie durch hohen LVedP

Elevated left ventr. Pressure causes Hypertension

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • P.K. Hain - Kerckhoff Rehbilitationszentrum, Bad Nauheim (Bad Nauheim, D)

Hypertonie 2005. 29. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga. Berlin, 23.-25.11.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc05hochP173

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hoch2005/05hoch173.shtml

Veröffentlicht: 8. August 2006

© 2006 Hain.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Unserer Arbeitsgruppe ist vor ca. 7 Jahren die Entdeckung des "Herz-Innendruck-Syndroms" gelungen. Basierend auf pathophysiolog-ischen Untersuchungen in den frühen 70ger Jahren konnten wir klinisch beweisen, dass ein starker Flüssigkeitsdruck auf die Innenschichten des Herzens einen hohen Blutdruck induziert, wenn das Herz nicht ausreichend dehnungsfähig oder die Flüssig-keitsmenge überdimensioniert ist. Der starke Innendruck des Herzens bewirkt eine mechanische Durchblutungsstörung, die vom Organismus als Innenschicht-Ischämie und als Notfall begrif-fen wird und zur Erhöhung des Sympathikus führt. Wird der Sympathikus aber unphysiologisch aktiviert, führt dies zu einer sich stetig steigenderen Überhöhung des Herzinnendruckes, weil der Sympathikus positiv inotrop und gefäßverengend wirkt. Es entsteht in der Nacht eine Negativspirale mit einer sich ebenfalls zunehmend steigernden Überaktivierung des Sympathikus. Charakteristisch ist eine nächtliche Symptomatik mit Durch-schlafstörungen, plötzliches Hellwachsein, Schweißausbrüche, starkes Herzklopfen oder Herz-rhythmusstörungen. Typisch sind Blutdrucküberhöhungen schon früh morgens vor dem Aufstehen, die nicht selten gepaart sind mit einem überhöhten Blutzucker-spiegel (Diabetes sympathikus). Eine weitere generelle Sensi-bilisierung des ganzen Menschen wird dadurch bewirkt, dass die Durchblutungsnot in der Innen-schicht des Herzens auch das Atemzentrum aktiviert, und eine respiratorische Alkalose aufruft mit einer Erhöhung der neuro-muskulären Erregbarkeit bis hin zur hypertensiven Krise. Wir haben spezifische Werkzeuge entwickelt (EKG, Blutvolumen-bestimmungen mit dem Doppel-hämatokrit, Fragebögen, Kontraktions-Index aus dem Echocardiogramm), die uns die Diagnose des Herz-Innendruck-Syndroms und eine Erfolgs-kontrolle bei Behandlung sicher ermöglichen. Bei manchen Patienten genügt die Einschrän-kung der Trinkmenge vor der Nacht, um den Bluthochdruck zu verlieren.