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29. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga

Deutsche Hochdruckliga e. V. DHL ® - Deutsche Hypertonie Gesellschaft Deutsches Kompetenzzentrum Bluthochdruck

23. bis 25.11.2005, Berlin

Strukturierte Arzneimittelfortbildung - Pilotprojekt Hypertonie der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

Meeting Abstract

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  • G. Schott - Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, Berlin
  • H. Berthold - Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, Berlin
  • H. Neye - Kassenärztliche Vereinigung Niedersachen, (Hannover, D)

Hypertonie 2005. 29. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga. Berlin, 23.-25.11.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc05hochP138

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hoch2005/05hoch138.shtml

Veröffentlicht: 8. August 2006

© 2006 Schott et al.
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Gliederung

Text

Die Pharmakotherapie stellt einen wesentlichen Bestandteil ärztlichen Handelns dar. Auf Grund komplexer werdender Arzneimitteltherapien und zunehmender ökonomischer Zwänge ist die niedergelassene Ärzteschaft auf strukturierte und objektive Fortbildungen angewiesen, die unabhängig von der pharmazeutischen Industrie durchgeführt werden. Der Nachweis unabhängiger Fortbildungen wird auch seit 2004 im Sozialgesetzbuch gefordert.

Deswegen wurde das Konzept der strukturierten Arzneimittelfortbildung entwickelt. Wesentliche Kernpunkte sind die Erstellung standardisierter Fortbildungsmaterialien auf der Grundlage der evidenzbasierten Therapieempfehlungen der AkdÄ und die Schulung unabhängiger Referenten. Die Leitsätze zur ärztlichen Fortbildung der Bundesärztekammer werden berücksichtigt.

Von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen wurde nun in Zusammenarbeit mit der AkdÄ ein Pilotprojekt zum Thema Hypertonie durchgeführt, das sich an Leiter von Qualitätszirkeln richtet. Sie wurden eingeladen, an einer Schulungsveranstaltung durch die AkdÄ teilzunehmen. Unter Mitwirkung von Fachmitgliedern der AkdÄ wurden eine Power-Point-Präsentation, Fallbeispiele und eine Sammlung wesentlicher Studien erarbeitet, die einschließlich der Therapieempfehlung den Teilnehmern für ihre Fortbildung zur Verfügung gestellt wird. Für die Teilnahme an der Veranstaltung werden Fortbildungspunkte vergeben.

Das erfolgreiche Pilotprojekt zeigt eine Alternative zur von der pharmazeutischen Industrie angebotenen Arzneimittelfortbildung und einen Weg, um niedergelassene Kolleginnen und Kollegen unabhängig und objektiv zu informieren. Die Entwicklung weiterer Fortbildungen auf der Grundlage der Therapieempfehlungen der AkdÄ ist geplant.