gms | German Medical Science

29. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga

Deutsche Hochdruckliga e. V. DHL ® - Deutsche Hypertonie Gesellschaft Deutsches Kompetenzzentrum Bluthochdruck

23. bis 25.11.2005, Berlin

Langzeitergebnisse 5 Jahre nach Stent-PTRA hämodynamisch relevanter atherosklerotischer Nierenarterienstenosen

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • U. Frank - Herz-Zentrum Bad Krozingen (Bad Krozingen)

Hypertonie 2005. 29. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga. Berlin, 23.-25.11.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc05hochP2

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hoch2005/05hoch002.shtml

Veröffentlicht: 8. August 2006

© 2006 Frank.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einführung: Seit 1996 erfassen wir in einem monozentrischen prospektiven konsekutiven Register alle mit Stentangioplastie behandelten hämodynamisch relevanten atherosklerotischen Nierenarterienstenosen. Zwischenzeitlich wurden über 500 Patienten(Pat.)eingeschlossen. Alle Pat. werden soweit möglich regelmässig Kontrolluntersuchungen mit Nierenfarbduplexsonographie, Serum-Kreatinin, Medikamenten(Med.)-dokumentation und Langzeit-Blutdruckmessung (LZ-RR) unterzogen. Diese Arbeit stellt die Langzeiteffekte auf Nierenfunktion, Med.-bedarf und Blutdruckverhalten 5 Jahre nach Stentangioplastie dar.

Ergebnisse: 76 Pat. ( 31 weiblich, 45 männlich ) konnten 5 Jahre beobachtet werden. Das Durchschnittsalter lag bei Einschluss bei 65 + 6 Jahren (männlich)und bei 66 + 7 Jahren (weiblich). Hypertonie 100 %, Diabetes 29%(männlich) bzw. 32 %(weiblich), Nikotinanamnese 72%(männlich) bzw. 32 %(weiblich). Durchschnittlicher Stentdurchmesser 5.8 mm. Der intrarenale Widerstandsindex (RI) lag praeinterventionell (prae-) auf der betroffenen Seite im Mittel bei 0,62 und glich sich postinterventionell (post-) an den Wert der gesunden Seite ( im Mittel 0,71 ) an. Nach 5 Jahren war der RI auf 0,76 angestiegen. Die berechnete Kreatininclearance lag (prae-) im Mittel bei 65,28 ml, direkt (post-) 68,8 ml und 5 Jahre (post-) bei 59,4 ml. Die Anzahl unterschiedlicher Antihypertensiva/Pat. lag (prae-) bei 2,8 , direkt (post-) bei 2,4 und 5 Jahre (post-) bei 2,5.

Der mittlere RR lag (prae-) bei 102 , direkt (post-) bei 96 und nach 5 Jahren bei 93 mmHg. In 9 Fällen musste im Beobachtungszeitraum eine Reintervention wegen Re- oder Re-Restenose durchgeführt werden (Reinterventionsrate 6,4 %, Mehrfachreinterventionsrate 2,5 %).

Zusammenfassung: Die Stentangioplastie hämodynamisch relevanter atherosklerotischer Nierenarterienstenosen ist auch langfristig eine effektive Behandlungsmethode mit geringer Restenosewahrscheinlichkeit und guter Wirkung auf RR und Erhalt der Nierenfunktion.