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93. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte

17. - 19.09.2009, Neu-Ulm

Das Intubationsrohr nach Brünings – aktuelle Modifikation eines historischen Instruments

Vortrag

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  • corresponding author presenting/speaker Frank Waldfahrer - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen, Deutschland
  • author Heinrich Iro - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen, Deutschland

Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. 93. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. Neu-Ulm, 17.-19.09.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnosw36

DOI: 10.3205/09hnosw36, URN: urn:nbn:de:0183-09hnosw361

Veröffentlicht: 10. September 2009

© 2009 Waldfahrer et al.
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Gliederung

Text

Bei dem im Jargon als Lebensretter bezeichneten Intubationsrohr nach Brünings handelt es sich um ein gebogenes Stahlrohr mit seitlich gesiebtem Ende, das konzipiert wurde, um bei einer Nottracheotomie die Atemwege zu sichern und hierüber passager zu beatmen. Auch heute ist dieses Instrument noch auf vielen Notfallwägen in HNO-Kliniken präsent – außerhalb der HNO-Heilkunde ist der Lebensretter allerdings in Vergessenheit geraten.

Die ursprüngliche Version dieses Instruments weist am Ende des Rohres allerdings nur eine sehr kleine Öffnung auf. Ein Führungsstab lässt sich hierüber bei beabsichtigtem Wechsel auf eine Kanüle oder einen Tubus nicht vorschieben, auch kann über den klassischen Lebensretter nicht adäquat tracheobronchial abgesaugt werden.

In einer aktuellen Modifikation wurde der endständige Durchmesser nun so erweitert, dass ein handelsüblicher Cook-Guide oder ein Absaugkatheter vorgeschoben werden können. Damit kann der Lebensretter bei schwierigen Atemwegsverhältnissen am Tracheostoma (Tracheostoma-Rezidiv, nicht-epithelisiertes Tracheostoma, Nottracheotomie, Retracheotomie etc.) als anfänglicher Platzhalter eingesetzt werden, um dann über einen Cook-Guide durch eine Trachealkanüle oder einen Tubus ersetzt zu werden.

Durch die beschriebene einfache Modifikation des klassischen Instruments konnte die praktische Einsetzbarkeit verbessert werden und eine Adaptation an moderne Verfahren zur Sicherung der Atemwege erfolgen.