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93. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte

17. - 19.09.2009, Neu-Ulm

FESS versus konservative Therapie bei chronischer Rhinosinusitis ohne Polyposis nasi: Therapieüberlegenheit und Prädiktoren für den Behandlungserfolg – vorläufige Ergebnisse

Vortrag

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  • corresponding author presenting/speaker Theodoros Skevas - Universitäts-HNO-Klinik Heidelberg, Heidelberg, Deutschland
  • Peter K. Plinkert - Universitäts-HNO-Klinik Heidelberg, Heidelberg, Deutschland
  • Ingo Baumann - Universitäts-HNO-Klinik Heidelberg, Heidelberg, Deutschland

Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. 93. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. Neu-Ulm, 17.-19.09.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnosw30

DOI: 10.3205/09hnosw30, URN: urn:nbn:de:0183-09hnosw302

Veröffentlicht: 10. September 2009

© 2009 Skevas et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Inwieweit Patienten mit chronischer Rhinosinusitis ohne Polyposis nasi (CRSwoNP) von einer medikamentösen Therapie profitieren und ob die FESS hierdurch möglicherweise vermieden werden kann.

Material und Methoden: Wir führten eine randomisierte, prospektive Studie durch. Eingeschlossen wurden Erwachsene mit einer CRSwoNP ohne frühere FESS. Patienten sowohl des medikamentösen als auch des chirurgischen Armes erhielten Clindamycin, sowie ein systemisches und topisches Corticoid. Im chirurgischen Arm erfolgte die FESS vor der Medikamentengabe. Untersuchungen wurden präoperativ sowie 3 und 12 Monate nach Therapiebeginn durchgeführt. Zu jedem Messzeitpunkt erfolgte, neben der klinischen Untersuchung, die Rhinomanometrie, der Saccharintest(SCT) und Lebensqualitätsmessungen(SF-36 und SNOT-20 GAV).

Ergebnisse: Derzeit liegen Ergebnisse für 45 Patienten für einen 3monatigen Nachbeobachtungszeitraum vor. Der SCT veränderte sich in beiden Armen nicht. Die Rhinomanometrie zeigte eine signifikante Verbesserung nur nach Abschwellung bei den operierten Patienten. Die Lebensqualitätsmessungen ergaben signifikante Verbesserungen, wobei das Ausmaß im chirurgischen Arm deutlich größer war.

Zusammenfassung: Klinische Tests haben sich bisher nicht als suffiziente Parameter für die Beurteilung des Erfolgs beider Therapien bewährt. Beide Modalitäten führten zur Verbesserung der Lebensqualität, wobei die chirurgisch behandelten Patienten nach 3 Monaten stärker profitierten.