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93. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte

17. - 19.09.2009, Neu-Ulm

CI bei einseitiger Ertaubung

CI in Single Side Deafness

Vortrag

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  • corresponding author Roland Jacob - Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, Abt. HNO, Koblenz, Deutschland
  • author presenting/speaker Yvonne Stelzig - Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, Abt. HNO, Koblenz, Deutschland

Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. 93. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. Neu-Ulm, 17.-19.09.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnosw14

DOI: 10.3205/09hnosw14, URN: urn:nbn:de:0183-09hnosw140

Veröffentlicht: 10. September 2009

© 2009 Jacob et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Für ein qualitativ gutes Hören ist ein beidseitiges Hören notwendig. Eine einseitige Taubheit bedingt Einschränkungen wie beispielsweise das Verstehen in lauter Umgebung oder das Richtungsgehör. Die Cochlea-Implantation ist Standardtherapie der beidseitig hochgradigen Schwerhörigkeit oder Taubheit. Die sehr guten Resultate bei dieser Patientengruppe führt zu der Annahme, dass auch einseitig ertaubte Patienten hiervon profitieren könnten.

Methoden: Seit 2005 haben wir insgesamt 12 Patienten, 7 davon Angehörige der Bundeswehr, mit einem CI versorgt. Gerade letztere Patientengruppe zeigte einen hohen Leidensdruck v.a. im Hinblick auf ihre Diensttätigkeit und wies somit einen hohen Therapiewunsch auf.

Ergebnisse: Kurze Zeit nach der Erstanpassung war eine hohe Hörqualität im Vergleich zur gesunden Seite vorhanden. Nach etwa 3 Monaten hatten alle Patienten ein normales Sprachverständnis und Richtungsgehör.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass das CI ein höchst interessantes Therapieverfahren zur Behandlung der einseitigen Ertaubung ist. Berufstätige Patienten sowie Soldaten sind in besonderem Maße auf Richtungshören und Sprachverstehen in schwierigen Hörsituationen angewiesen und können mit dieser Therapie im Beruf bleiben.