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92. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte

26. - 27.09.2008, Neckarsulm

Das invertierte Papillom der Nase und Nasennebenhöhlen – eine Analyse der Heilbronner HNO-Klinik

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Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. 92. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. Neckarsulm, 26.-27.09.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnosw16

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnosw2008/08hnosw16.shtml

Veröffentlicht: 19. September 2008

© 2008 Klein et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das invertierte Papillom (IP) der Nase und der Nasennebenhöhlen ist eine vorwiegend benigne Geschwulst; es kann aber zu einem lokal agressiven Wachstum kommen, in seltenen Fällen auch zu einer malignen Transformation. Diese Konstellation führt zu kontroversen Diskussionen über das therapeutische Management.

Patienten und Methode: In dieser retrospektiven Studie wird das operative Vorgehen und die Langzeitergebnisse von 74 Patienten mit einem Invertierten Papillom der Nase und der Nasennebenhöhlen ausgewertet, die an der Heilbronner HNO-Klinik behandelt wurden. Im Zeitraum von November 1981 bis Juli 2007 wurden diese Patienten entweder über einen endonasalen Zugang oder bei Rezidiv bzw. Befall der lateralen Abschnitte der Kieferhöhle auch über einen extranasalen Zugang operiert.

Dargestellt werden die Ergebnisse über die präoperativen Symptome, die Klassifikation nach Krouse, das operative Management sowie die Rezidivrate.

Ergebnisse: Das Hauptsymptom war die Nasenatmungsbehinderung (63 Patienten, 85,1%) gefolgt von einer unspezifischen Nasensekretion (31 Patienten, 41,9%) und einem Druckgefühl über den Nasennebenhöhlen (18 Patienten, 24,3%). Der größte Anteil der IP wurde als T2 (61%) und T3 (20%) nach Krouse eingeteilt.

56 Patienten (75,7%) wurden primär einer Nase-und Nasennebenhöhlenoperation zugeführt, die restlichen 18 Patienten hatten bereits eine Voroperation.

Der Hauptanteil der IP wurde durch einen endonalalen endoskopisch kontrollierten Nasennebenhöhleneingriff operiert (69 Patienten, 93,2%). Lediglich bei 5 Patienten (6,7%) wurde zusätzlich ein kombinierter endonasal-extranasaler Eingriff durchgeführt.

Rezidive traten nach durchschnittlich 18,5 Monaten bei 20,3% der untersuchten Patienten (n=74) auf. Die rezidivfreien Patienten (n=62) wurden durchschnittlich 21,4 Monate nachkontolliert; der kürzeste Nachsorgezeitraum betrug 0,7 Monate, der längste 60,7 Monate.

Diskussion: Unsere Daten zeigen, dass die endonasale endoskopisch kontrollierte Nasennebenhöhlenoperation eine effektive und sichere Behandlungsmöglichkeit des IP darstellt. Ausreichender Sicherheitsabstand bei der Operation des Tumors vom Ausgangspunkt und eine effektive, zeitnahe Nachuntersuchung der Patienten sind obligatorisch für eine erfolgreiche Behandlung des IP.