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92. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte

26. - 27.09.2008, Neckarsulm

Digitale Volumentomographie (DVT) der Nasennebenhöhlen

Poster

  • corresponding author presenting/speaker Martin Bremke - Klinik f. HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, UKGM, Standort Marburg, Marburg, Deutschland
  • author Basel Al Kadah - Klinik f. HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, UKGM, Standort Marburg, Marburg, Deutschland
  • author Andreas M. Sesterhenn - Klinik f. HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, UKGM, Standort Marburg, Marburg, Deutschland
  • author Siegfried Bien - Institut f. Neuroradiologie, UKGM, Standort Marburg, Marburg, Deutschland
  • author Jochen A. Werner - Klinik f. HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, UKGM, Standort Marburg, Marburg, Deutschland

Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. 92. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. Neckarsulm, 26.-27.09.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnosw06

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnosw2008/08hnosw06.shtml

Veröffentlicht: 19. September 2008

© 2008 Bremke et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Digitale Volumentomographie (DVT) ist eine Weiterentwicklung der Panoramatomographie und basiert auf den Prinzipien der Rotationstomographie. Bisher waren die diagnostischen Möglichkeiten der digitalen Volumentomographie im Bereich der Nasennebenhöhlen durch die maximale Größe des zylindrischen Untersuchungsvolumens von 6x6 cm eingeschränkt. Durch die neue Gerätegeneration stehen Untersuchungsvolumina bis zu 12x17 cm zur Verfügung, so dass nun ein Einsatz an der Rhinobasis ohne Kompromisse möglich sein sollte. Ziel der vorliegenden Untersuchung was es, diese These zu überprüfen.

Patienten und Methoden: Bei 23 Patienten wurden zwischen März und Mai 2008 digitale Volumentomogramme unter Verwendung des Accu-I-tomo F 17 (Firma Morita, Kyoto, Japan) mit einem Durchmesser und einer Höhe von 10 cm angefertigt und in bezug auf die Darstellbarkeit von in der funktionellen endoskopischen Nasennebenhöhlenchirurgie wichtigen anatomischen Landmarken untersucht.

Ergebnisse: Durch hochauflösende und artefaktfreie Darstellung war es möglich, bei allen Patienten den Verlauf und Ansatz des Processus uncinatus zu verfolgen, die Morphologie der mittleren Nasenmuschel zu bestimmen und das Vorhandensein sowie die Ausdehnung von Bulla ethmoidalis, Agger-nasi-Zellen und Haller-Zellen zu bestimmen. Die Beziehung der Arteria ethmoidalis anterior zur Schädelbasis bzw. ihr frei im Siebbein laufender Anteil konnten ausnahmslos identifiziert werden. Die Anatomie des Recessus frontalis war ebenso präzise darstellbar wie die Keilbeinhöhle mit dem Verlauf von Nervus opticus und Arteria carotis interna.

Schlussfolgerung: Die digitale Volumentomographie ist eine sinnvolle Alternative zur Computertomographie zur Untersuchung der Rhinobasis seit der Einführung der neuen Gerätegeneration des Accu-I-tomo. Die Anforderungen an beste Bildqualität, kurze Untersuchungszeit bei einfacher Handhabung und geringe Kosten im Vergleich zu Spiral-Computertomographen werden in hervorragender Weise erfüllt.