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92. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte

26. - 27.09.2008, Neckarsulm

Thromboseprophylaxe in der HNO – wann ist sie sinnvoll?

Vortrag

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Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. 92. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. Neckarsulm, 26.-27.09.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnosw05

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnosw2008/08hnosw05.shtml

Veröffentlicht: 19. September 2008

© 2008 Böger et al.
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Gliederung

Text

Prinzipiell sollte eine Thromboseprophylaxe bei chirurgischen Eingriffen zur Anwendung kommen. Unklar ist allerdings, in welchen Fällen, in welcher Dosierung und wie lange sie durchgeführt wird. Des weiteren ist die zunehmende Häufung von heparininduzierten Thrombozytopenien (HIT) ein Grund, über die Gabe von Heparinen kritisch nachzudenken. Außerdem erhöht sich bei Gabe von Heparinen die intraoperative Blutungsneigung, so dass auch aus dieser Sicht die Thromboseprophylaxe kritisch einzuschätzen ist.

Basierend auf dem 2003 in der Zeitschrift „Anästhesiologie & Intensivmedizin“ publizierten Konsensuspapier der vorwiegend chirurgischen Fachgesellschaften wurde ein Algorithmus für die Thromboseprophylaxe bei HNO-Operationen erarbeitet.

Im Rahmen der erarbeiteten Richtlinien wird gezeigt, welche individuellen Faktoren eine Prophylaxe erforderlich machen. Anhand einer Checkliste werden die dispositionellen Faktoren abgefragt. Gleichzeitig werden die operativen Eingriffe in der HNO entsprechend der Dauer, dem operativen Trauma und der zu erwartenden Immobilisation eingestuft. Somit ergeben sich Eingriffe mit geringem, mittlerem und hohem Risiko für eine Thromboembolie. Der daraus resultierende Behandlungspfad wird dargestellt.

Ziel soll sein, anhand der Richtlinien die Zahl postoperativer hämostasiologischer Komplikationen zu verringern.