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84. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

08.05. - 12.05.2013, Nürnberg

Spätergebnisse von operativen Septumperforationsverschlüssen (n=200)

Meeting Abstract

  • corresponding author Jörg Lindemann - HNO-Universitätsklinik Ulm, Ulm
  • Gerhard Rettinger - HNO-Universitätsklinik Ulm, Ulm
  • Fabian Sommer - HNO-Universitätsklinik Ulm, Ulm
  • Marc Scheithauer - HNO-Universitätsklinik Ulm, Ulm
  • Andreas Köhl - HNO-Universitätsklinik Ulm, Ulm
  • Carolin Kobes - HNO-Universitätsklinik Ulm, Ulm

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 84. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Nürnberg, 08.-12.05.2013. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2013. Doc13hnod681

doi: 10.3205/13hnod681, urn:nbn:de:0183-13hnod6812

Veröffentlicht: 15. April 2013

© 2013 Lindemann et al.
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Gliederung

Text

Einführung: Der operative Septumperforationsverschluss ist eine technisch schwierige Operation, die eine große Erfahrung des Chirurgen voraussetzt. Erstaunlicherweise wird die Erfolgsrate in der Literatur über 90% angegeben. In diesen Studien ist der retrospektive Follow up aber sehr kurz. Das Ziel dieser Studie war es, die Spätergebnisse von operativen Perforationsverschlüssen an einem Zentrum in einer kombiniert prospektiven, konsekutiven Beobachtungsstudie zu untersuchen.

Methoden: Von 2000 bis 2010 wurden insgesamt 348 Patienten an einer Septumperforation (SP) mittels 4-Brückenlappentechnik, offener/geschlossener Zugang, mit/ohne Ohrknorpel operiert. Hiervon konnten 200 Patienten eingeschlossen werden. 96 Patienten wurden im Rahmen der Studie nachuntersucht. 104 Patienten wurden telefonisch kontaktiert und deren letzter dokumentierter Befund ausgewertet. Der mediane Follow up zw. Operation und letzter Untersuchung lag bei 67 Monaten (12 bis 144).

Ergebnisse: Ein langfristiger Verschluss der SP konnte bei 72% (n=134) erreicht werden. Bei 28% (n=53) kam es zu einem Rezidiv der SP. Bei 13 Patienten wurde aufgrund der Größe der SP nur ein partieller Verschluss durchgeführt. Einflussgrößen der Erfolgsraten sowie die aktuelle Literatur werden diskutiert.

Schlussfolgerung: Die in der Literatur angegebenen Erfolgsraten von größer als 90% erscheinen sehr hoch. Diese Studie zeigt, dass eine langfristige hohe Erfolgsrate auch an rhinochirurg. Zentren sehr schwierig zu erreichen ist. Abweichungen zu Ergebnissen anderer Studien lassen sich in fast allen Fällen mit sehr kurzen Follow up Zeiten und retrospektivem Studiendesign erklären. Wichtig erscheint eine entsprechende präoperative Aufklärung der Patienten, um keine falschen Erwartungen zu wecken.

Der Erstautor gibt keinen Interessenkonflikt an.