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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Fallbericht eines Syringoms der Kopfhaut

Meeting Abstract

  • corresponding author Patrick Funes-Schmitz - Klinikum Essen Süd / HNO, Essen
  • Angelika May - Klinikum Essen Süd / HNO, Essen
  • Lars Bayer - Klinikum Essen Süd / HNO, Essen
  • Sigrid Clauberg - Klinikum Essen Süd / HNO, Essen
  • Alexander Weber - Klinikum Essen Süd / HNO, Essen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod755

doi: 10.3205/12hnod755, urn:nbn:de:0183-12hnod7559

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Funes-Schmitz et al.
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Gliederung

Text

Syringome zählen zu den seltenen epithelialen Tumoren des Hautanhangsgebildes. Das genaue histologische Bild ist dabei äußerst variabel. Im Kopf-Hals-Bereich treten sie am häufigsten am Unterlid, dann bisweilen multipel auf. Eine maligne Transformation ist äußerst selten. Diffentialdiagnostisch ist in erster Linie ein Basaliom auszuschließen. In unserem Fall handelt es sich um ein solitäres zystisches Hidradenom im Bereich der Kopfschwarte.

Wir berichten von einem 69-jährigen Patienten, die sich in unserer Klinik mit einer seit einem Jahr bestehenden, progredienten Schwellung auf der Kopfhaut vorgestellt hat. Eine Verletzung durch einen Kopfstoß zuvor wurde vom Patienten angedeutet. Vorerkrankung konnten ausgeschlossen werden, insbesondere ein Diabetes mellitus oder ein Down-Syndrom als mögliche Risikofaktoren hinsichtlich eines gehäuften Auftretens von Syringomen.

Bei der Inspektion zeigte sich eine erhabene, etwa 3-5 cm große bläulich schimmernde Raumforderung mit einzelnen Gefäßinjektion im Bereich der medianen Kopfschwarte. Als Primärverdacht galt ein Basaliom oder aufgrund der Anamnese einer möglichen Verletzung ein organisiertes Hämatom.

Die Raumforderung wurde anschließend operativ mit Sicherheitsabstand excidiert. In der darauffolgenden histologischen Aufarbeitung zeigte sich ein zystisches Hidradenom ohne Anhalt für Malignität.

Das in unserem Fall vorgefundene Syringom stellt eine Seltenheit, vor allem bezüglich des imponierenden äußeren Erscheinungsbildes, im Bereich der Kopfhaut dar.