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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Kombiniert endoskopisch/offene Therapie der Sialolithiasis submandibularis

Meeting Abstract

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  • corresponding author Claus Wittekindt - Universitätsklinik für HNO-Heilkunde, Kopf-Hals-Ch, Giessen
  • Gerd Fabian Volk - Universtäts-HNO Klinik, Jena

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod734

doi: 10.3205/12hnod734, urn:nbn:de:0183-12hnod7347

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Wittekindt et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Bei der Sialolithiasis submandibularis besteht oberhalb einer bestimmten Steingröße kaum eine Möglichkeit einer rein endoskopischen Therapie.

Methoden: Patienten mit einer Sialolithiasis submandibularis wurden für eine interventionelle Sialendoskopie in ITN geplant. Vor der Operation wurde die Möglichkeit einer kombiniert endoskopischen/offenen Konkremententfernung oder Submandibulektomie im Falle einer erfolglosen endoskopischen Intervention besprochen. Zwischen 2008 und 2010 wurden von insgesamt 72 endoskopischen Interventionen zur Therapie der Sialolithiasis submandibularis 18 Operationen entsprechend der Aufklärung ausgeweitet.

Ergebnisse: 17/18 Steine (94,4%) konnten über einen kombinierten Zugang erfolgreich extrahiert werden, eine Operation wurde zur Submandibulektomie erweitert. Im Nachbeobachtungszeitraum von durchschnittlich 12,6 Monaten wurde ein weiterer Patient submandibulektomiert, 16/18 Patienten (88,9%) konnten somit drüsenerhaltend behandelt werden. Die Operationszeit betrug im Mittel 54,5±21 Minuten, die Steingrößen variierten zwischen 4-24 mm. 2 Patienten beklagten postoperativ eine vorübergehende Schwäche des N. lingualis.

Schlussfolgerungen: Ein kombiniert endoskopisch/offenes Vorgehen ermöglicht bei der Sialolithiasis submandibularis eine erfolgreiche Steinextraktion in einem hohen Prozentsatz bei akzeptabler Komplikationsrate. Die Möglichkeit einer drüsenerhaltenden Therapie kann daher auch bei großen Steinen der Glandula submandibularis zur Vermeidung einer Submandibulektomie angeboten werden. Langzeitergebnisse sind jedoch abzuwarten.