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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Knochenmetastase des Ramus Mandibulae links als Differenzialdiagnose eines Parotis-Tumors

Meeting Abstract

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  • corresponding author Jun Wang - Katholisches Krankenhaus Hagen gGmbH, Hagen, Deutschland
  • Sabine Eichhorn - Katholisches Krankenhaus Hagen gGmbH, Hagen
  • Armin Laubert - Katholisches Krankenhaus Hagen gGmbH, Hagen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod732

doi: 10.3205/12hnod732, urn:nbn:de:0183-12hnod7321

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Wang et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Knochenmetastasen in der Mandibula sind selten. Bei Frauen sind Knochenmetastasen am häufigsten mit Mama- oder Schilddrüsenkarzinomen vergesellschaftet, bei Männern treten sie am häufigsten bei Bronchialkarzinomen auf. Wir berichten über den Fall einer Patientin mit einem in den aufsteigenden Unterkieferast metastasierten Rektumkarzinom.

Kasuistik und Ergebnis: Eine 50jährige Patientin stellte sich mit einer seit 4 Monaten bestehenden präaurikulären Schwellung, die wie ein Parotistumor imponierte, bei uns vor. Die Patientin befand sich zum damaligen Zeitpunkt in einer palliativ-chemotherapeutischen Behandlung aufgrund eines hepatisch metastasierten Rektumkarzinoms, welches vor einem halben Jahr diagnostiziert wurde. In der MRT-Schädel-Untersuchung zeigte sich ein raumfordernder Prozess cranio-ventral der linken Glandula parotis mit cystisch-nekrotischen Anteilen. Der destruierte Prozess involvierte den aufsteigenden Unterkieferast links. In der Hals-CT-Untersuchung zeigte sich ein teils verkalkender und die Mandibula links arrondierender Tumor mit randständiger Weichteilkomponente und inhomogenem Kontrastmittel-Enhancement. Die transorale Biopsie bestätigte den klinischen Verdacht einer Knochenmetastase des Rektumkarzinoms.

Schlußfolgerung: Bei Tumorpatienten mit unklaren Raumforderungen im Kopf-/Halsbereich sollte differentialdiganostisch an Metastasen gedacht werden und entsprechende diagnostische und therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden.