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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Zur Lebensqualität von Patienten mit chirurgisch therapierten primären Parotiskarzinomen

Meeting Abstract

  • corresponding author Markus Stenner - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln
  • Franziska Beenen - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln
  • Christoph Molls - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln
  • Karl-Bernd Hüttenbrink - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod730

doi: 10.3205/12hnod730, urn:nbn:de:0183-12hnod7303

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Stenner et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Erhaltung der Lebensqualität (LQ) ist ein wesentliches Ziel jeglicher chirurgischer Krebstherapie. Leider finden sich in der einschlägigen Literatur bislang kaum Daten zur LQ von Patienten mit Speicheldrüsenkarzinomen. Wir präsentieren erstmalig unsere Ergebnisse zur postoperativen LQ von Patienten mit einem Parotiskarzinom anhand eines standardisiert behandelten und langjährig nachbeobachteten Patientenkollektivs.

Methoden: In einer retrospektiven Studie konnten von über 75 Patienten mit chirurgisch therapiertem primären Parotiskarzinom Parameter der LQ anhand etablierter Fragebogeninventare erhoben und statistisch ausgewertet werden.

Ergebnisse: Die Rückläuferquote von initial 250 angeschriebenen Patienten betrug ca. 31%, das Durchschnittsalter war 56 Jahre und das Geschlechterverhältnis lag bei 1:1,5 (m:w). Zwei Drittel der Patienten hatten ein Primärtumorstadium T1 bis T2. Parameter der allgemeinen LQ lagen im Referenzbereich für Patienten mit einer Krebserkrankung. Im Vergleich zu den Referenzwerten für Patienten mit einem Kopf-Hals-Karzinom fanden sich signifikant bessere Werte insbesondere für die Parameter Sprache, Ernährung und Schmerzen. Haupteinflussfaktor für eine schlechtere postoperativen LQ war die Neck dissection. Eine postoperative Fazialisparese hatte einen signifikanten negativen Einfluss auf den Parameter soziale Kontakte. Das Tumorstadium hatte keinen signifikanten Einfluss auf die postoperative LQ.

Schlussfolgerungen: Unter Patienten mit Kopf-Hals-Karzinomen zeigten Patienten mit einem Parotiskarzinom eine gute postoperative LQ. Haupteinflussfaktor war die Neck dissection. Die angewandten Fragebögen bedürfen in dieser Hinsicht einer punktuellen Anpassung um den therapeutischen Besonderheiten dieser Patienten gerecht zu werden.