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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Der Speichelstein – single-step-procedure mit dem Holmiumlaser und Stenteinlage in der HNO-Klinik Frankfurt (Oder)

Meeting Abstract

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  • corresponding author Nils Heinze - Klinikum Frankfurt/O., Frankfurt/O.
  • Thomas Günzel - Klinikum Frankfurt/O., Frankfurt/O.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod717

doi: 10.3205/12hnod717, urn:nbn:de:0183-12hnod7170

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Heinze et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Seit 5 Jahren ist die Speicheldrüsenendoskopie am Klinikum Frankfurt (Oder) etabliert. Dabei werden ca. 180 Endoskopien jährlich durchgeführt. 2011 wurden bisher 24 Patienten bei Speichelsteinen therapiert. Bei 19 Steinen wurde der Holmiumlaser mit dem vorgestellten Konzept eingesetzt.

Methodik: Die Entwicklung eines Kurzzeit Behandlungskonzeptes mit 3 tägigem stationärem Aufenthalt und möglicher peripherer unkomplizierter Nachsorge war der Schwerpunkt. Vergleichend getestet wurde die extrakorporale Stoßwellen Lithotripsie, die Ultraschall Kontakt Lithotripsie, die Extraktion mit dem Körbchen und die mechanische Verkleinerung mit dem Bohrer bei Speichelsteinen bis maximal 2cm Größe in der Intubationsnarkose.

Bei allen erfassten Speichelsteinen wurde die Anzahl der Revisionseingriffe und die Komplikationsrate mit sekundärer Sialadenitis erfasst.

Ergebnisse: Nach den bisherigen Resultaten wurden 19 Holmiumlaserlithotripsien durchgeführt. Unter dem Konzept der passageren Stenteinlage und Marsupialisation waren keine Wiederholungseingriffe erforderlich. Eine Drüsenentfernung wurde nicht notwendig. 2 mal wurde der Stent vorzeitig gezogen. 3 Patienten erhielten eine längerfristige (2 Wochen) Antibiose.

Schlussfolgerungen: Zur Etablierung eines Behandlungsangebotes im Flächenland Brandenburg zeigte sich eine guten Akzeptanz durch die sichere Steinfreiheit und geringe Komplikationsrate, sowie der Nachsorgemöglichkeit durch den HNO-Facharzt, da wiederholte Endoskopien meist nicht erforderlich wurden und die sonographische Nachsorge bereits etabliert ist.

Die größte Schwierigkeit stellt die zu kalkulierende OP-Zeit zur Lithotripsie dar, wobei hier der enoralen Sonographie ein großer Stellenwert zu kommt.