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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Postoperatives Monitoring von Patienten mit OSAS

Meeting Abstract

  • corresponding author Christian Köhler - HNO-Klinik der Universität Würzburg, Würzburg
  • Sophie Glas - HNO-Klinik der Universität Würzburg, Würzburg
  • Norbert Kleinsasser - HNO-Klinik der Universität Würzburg, Würzburg
  • Christian Ginzkey - HNO-Klinik der Universität Würzburg, Würzburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod695

doi: 10.3205/12hnod695, urn:nbn:de:0183-12hnod6957

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Köhler et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Bei Patienten mit OSAS, die einem elektiven Eingriff unterzogen werden, ist eine erhöhte postoperative Komplikationsrate bekannt. Aus diesem Grund wird in unserer Klinik von anästhesiologischer Seite ein Monitoring für die 1. postoperative Nacht gefordert. Es stellt sich die Frage, inwieweit dieses postoperative Management Komplikationen reduzieren kann.

Methode: Retrospektiv wurden die Daten aller Patienten aus dem Jahr 2010 analysiert, die postoperativ auf der HNO-Intensivstation betreut wurden und bei denen ein OSAS bekannt war oder der hochgradige Verdacht auf OSAS bestand (n=102).

Ergebnisse: 78% hatten mindestens eine weitere Medikamentenpflichtige Grunderkrankung (art. Hypertonie, KHK, Diabetes). Neben dem OSAS lagen bei 41% weitere Gründe für eine intensivmedizinische Überwachung vor. Bei 8% wurde eine intensivmedizinische Intervention in der ersten postoperativen Überwachungsnacht notwendig, zum Beispiel eine kardiologische Abklärung bei Stenokardien, wobei kein Patient dieser Gruppe auschliesslich wegen OSAS überwacht wurde. Im weiteren postoperativen Verlauf kam es zu einem Exitus letalis am 3. postoperativen Tag bei einem Patienten nach Verlegung auf Normalstation, und ein weiterer Patient benötigte eine erneute intensivmedizinische Überwachung in der 4. postoperativen Nacht. Beide Patienten hatten neben dem OSAS weitere Indikationen für eine Überwachung in der 1. postoperativen Nacht.

Diskussion: Die hohe Rate an Komorbiditäten bei Patienten mit OSAS lässt ein postoperatives Monitoring bei Vorliegen solcher Komorbiditäten notwendig erscheinen. Mit Komplikationen ist bei Patienten zu rechnen, die aufgrund weiterer Grunderkrankungen als postoperativ gefährdet eingestuft werden.