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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Schlafapnoe und Schlafqualität im Kindesalter

Meeting Abstract

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  • corresponding author Alfred Dreher - HNO-Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität, München
  • Thomas Braun - HNO-Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität, München
  • Martin Patscheider - HNO-Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod690

doi: 10.3205/12hnod690, urn:nbn:de:0183-12hnod6906

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Dreher et al.
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Gliederung

Text

Im Gegensatz zu Erwachsenen haben Kinder mit einem Schlafapnoe-Syndrom teilweise eine normale Makroarchitektur des Schlafes, was auf die geringere Störanfälligkeit des kindlichen Schlafes zurückgeführt wird. Eine mit dem Lebensalter zunehmende, d.h. eher dem Erwachsenen entsprechende Vulnerabilität des Schlafes sollte sich in einer zunehmenden Abhängigkeit der Schlafqualität von der Anzahl der nächtlichen Atmungsstörungen widerspiegeln.

Bei 377 Kindern im Alter von 5,3 +/- 2,6 wurde eine Polysomnographie durchgeführt. Für die Gruppen der 2-, 3-, 4-, 5-, 6- und 7-jährigen Kinder wurde jeweils auf eine Korrelation von Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) zu Schlafeffizienz und Anteil des REM-/ S4-Schlafes getestet.

Der AHI betrug 8,0 +/- 15,0, die Schlafeffizienz 88,1 +/- 7,7 %, der REM-Anteil 13,9 +/- 5,5 % und der S4-Anteil 22,0 +/- 9,1 %. Die Korrelationskoeffizienten betrugen für AHI-Schlafeffizienz 0,07, AHI–REM –0,13 und AHI-S4 -0,18. Die Korrelationen unterschieden sich zwischen den Altersgruppen nicht signifikant.

Unabhängig vom Alter führen nächtliche Atmungsstörungen bei Kindern bis zum vollendeten 7. Lebensjahr nicht zu einer wesentlichen Störung der Schlafqualität, wie sie mit den derzeit üblichen objektiven Verfahren zu messen ist.