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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Massive Polyposis nasi et sinuum mit Woakes-Sydrom bei Morbus Samter

Meeting Abstract

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  • corresponding author Maria Winter - Klinikum Chemnitz, Chemnitz
  • Jens Oeken - Klinikum Chemnitz, Chemnitz

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod683

doi: 10.3205/12hnod683, urn:nbn:de:0183-12hnod6839

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Winter et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen kommt bei ca. 1 % der europäischen Bevölkerung vor. Kommt es durch die Polypen zu einer sichtbaren Verbreiterung des Nasenrückens spricht man vom Woakes-Syndrom. Als Morbus Samter bezeichnet man eine Symptomtrias aus ASS-Unverträglichkeit, Nasenpolypen und Asthma bronchiale.

Methode: Fallbeschreibung einer 63-jährigen Patientin mit einer massiven Polyposis nasi et sinuum.

Ergebnisse: Wir berichten über eine 63-jährige Patientin, die über eine Nasenatmungsbehinderung beidseits, welche seit 1992 bestehe, über rezidivierende Epistaxis und eine Polyposis nasi seit über zwölf Jahren klagte. Im Mai 2011 kam es erstmalig zum Hervortreten der Polypen aus dem Nasenvorhof links. Eine operative Therapie wurde aufgrund einer Angststörung bisher abgelehnt. Bei der hno-ärztlichen Untersuchung zeigten sich ein nach außen prolabierter, livider Nasenpolyp links und ein Woakes-Syndrom. Computertomographisch zeigte sich eine Komplettverschattung aller Nasennebenhöhlen ohne knöcherne Destruktionen. Es erfolgte die Entfernung der Polypen mittels endonasaler Pansinusoperation beidseits. Im Rahmen der Nachsorgeuntersuchungen gab es bisher keinen Anhalt für erneutes polypöses Wachstum.

Schlussfolgerung: Patienten mit einer exzessiven chronischen Polyposis nasi, gescheiterter konservativer Therapie und fortbestehender Beschwerdesymptomatik sollten chirurgisch therapiert werden. Zur postoperativen Rezidivprophylaxe sind die Durchführung einer Prednisolon-Stoßtherapie in absteigender Dosierung und die langfristige lokale Anwendung eines topisch wirksamen glukokortikoidhaltigen Nasensprays notwendig. Bei bekannter ASS-Intoleranz ist eine ASS-Desaktivierung im Intervall empfehlenswert.